Bericht: London Film & Comic Con 2019

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Die London Film & Comic Con 2019 fand vom 26. bis 28. Juli 2019 in Olympia, London statt. Das Event jährte sich 2019 zum 15. Mal und nicht nur aufgrund dieses Jubiläums fuhr man ein Gäste-Line-up auf, das seinesgleichen suchte. Man tat es auch, weil man es mittlerweile einfach kann. Wenn dann sogar Stars wie Robert Patrick auf der Bühne stehen, die schon auf verschiedensten Cons zugegen waren, und aufgrund des Line-ups und der Größe des Events ins Schwärmen geraten, heißt das schon einiges.

Erster Eindruck von der Convention: Die Gästeliste war massiv. Abgesehen davon, dass sich natürlich jeder für andere Serien, Filme, etc. interessiert, ist jemandem, der hier noch nörgelt, die Gäste seien zu unbekannt, nicht mehr zu helfen. Namen aus großen Franchises – Film wie Serie – und wahre Hollywood-Legenden wurden auf der Gästeliste der LFCC 2019 versammelt.

Damit ist natürlich auch verbunden, dass die Autogramm- und Fotopreise durchschnittlich in die Höhe klettern, weshalb all jene mit engem Budget allmählich wirklich überlegen müssen, welche Stars ihnen am meisten bedeuten. Viele Gäste, deren Autogramm- und Fotopreise aber wie gewohnt im angenehmen Preisbudget angesiedelt sind, runden die Gästeliste aber natürlich weiterhin ab.

Darüber hinaus wuchs das Angebot an interaktiven Aktionen. Fangruppen, Ausstellungen, Händler und Cosplayer mit ihrer eigenen Bühne rundeten das Programm ab.

Was war positiv?

  • Zum ersten Mal seit langem gab es wieder eine zweite Bühne, auf der Talks abgehalten wurden
  • Die große Anzahl kostenfreier Talks – selbst bei großen Stars wie Carrie-Anne Moss oder Jason Isaacs
  • Die Autogramm- und Fotopreise blieben trotz steigender Kosten weitestgehend konstant (gemeint sind wiederkehrende Gäste, nicht (vermutlich) einmalige Ankündigungen wie z.B. Martin Sheen)
  • Erneut wurden breite Korridore gelassen, damit man bequem durchgehen konnte
  • Die Absperrungen in der Früh wurden dieses Jahr etappenweise geschlossen, sodass das „Ich mogel mich unten durch, um nach vorne zu kommen“ ausblieb – machte die ganze Sache angenehmer

Was war negativ?

  • Die Handhabung der Super Stage – bzw. das Fehlen einer solchen Handhabung (insbesondere am Samstag). Gerade bei einem Event von Showmasters habe ich selten erlebt, dass die Crew dermaßen pennt und es schlicht und ergreifend nicht für nötig hält, sich um die TAUSENDE von Menschen zu kümmern, die das eine Panel verlassen und das andere Panel betreten wollen.
  • Die Beleuchtung in der Second Stage – oder auch hier wieder der Mangel einer Beleuchtung. Gut 90 Prozent der dort gemachten Bilder sind unbrauchbar bis Verschwimmungsstufe: „Ist das überhaupt ein Mensch da auf der Bühne?“

Was fiel besonders auf?

  • Die meiste Crew war super informiert und immer hilfsbereit. Jeder wusste Bescheid, selbst die Crew von Olympia
  • Die Autogrammschlangen waren dieses Jahr noch besser gemanagt, sprich man auch in der Autogramm-Area wenigstens noch durch!
  • Erneut muss ich hier die vielen kostenfreien Talks erwähnen. Bitte weiter so!
  • Und wieder einmal wurde kein Stress am Autogrammtisch gemacht (auch bei den Fotos nicht). Bei manch einem anderen Event lässt einen die Crew ja schon deutlich spüren, dass die Unterschrift auf der Vorlage ist und es Zeit ist weiterzugehen…
  • Bestes Beispiel auch dafür, dass Showmasters nicht ohne Grund die „No Photos“- oder „No Posed Photos“-Zeichen aufhängt oder dies nur auf Gästewunsch veranlasst: Unter anderem die Arrow-Leute und Ben Barnes hatten ausgiebig zu tun, stets eine Schlange von etwa 20-30 Leuten und ließen es sich bis Sonntagabend nicht nehmen, mit jedem Fan auf Wunsch auch ein Foto am Tisch zu machen

Fazit zum Event:

Die London Film & Comic Con wächst und wächst – und allmählich kann sie eigentlich gar nicht weiter wachsen. Nur die Namen können noch hochkarätiger werden. Dabei wird dem Veranstalter dieses Jahr ein Wegweiser sein. Waren ausreichend Fans dazu bereit 145 Pfund für ein Autogramm von Hayden Christensen zu bezahlen? Wurden genügend Diamond Passes für Leute wie Michael Sheen und Charlie Sheen verkauft? Und lohnte es sich Stars wie Jason Momoa zurückzuholen (anhand der Zahl der Photo Shoots vermutlich schon)?

Doch trotz der Größe und der umfangreichen Gästeliste bestückt mit einem Namen bekannter als der andere hatte man das Gefühl, die LFCC 2019 lief noch reibungsloser als das Event vergangenes Jahr – sah man von dem Desaster an der Super Stage ab.

Nicole Sälzle schreibt seit 2005 für Stargate-Project.de und legte damit den Grundstein für ihre Zukunft. Ihre jahrelange Erfahrung im redaktionellen Umfeld nutzte sie als Sprungbrett - erfolgreich. Mittlerweile schreibt die studierte Übersetzerin und Dolmetscherin für namhafte Newssites im Bereich Film & Serien. Unter dem Titel "Der Verlorene Sektor" bringt sie ihre eigene Sci-Fi-Romanreihe raus.

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