Inside Man: Qualitativ hochwertiger Einstieg, schwaches Ende

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Inside Man - David Tennant - Netflix
(c) Kevin Baker / Netflix

Inside Man ist ein gesellschaftskritisches Drama mit einem starken Cast, angeführt von David Tennant und Stanley Tucci.

Inside Man: Darum geht es in der Serie

Der englische Pfarrer Harry Watling führt offensichtlich ein gutes Leben und ist für seine Gemeinde da. Allerdings bringt ein einziger Fehler sein Leben aus dem Gleichgewicht… und die Nachhilfelehrerin seines Sohnes Ben namens Janice findet sich plötzlich als Gefangene im Keller des Pfarrhauses wieder.

Kann es sein, dass zwischen dieser brenzligen Situation und dem zum Tode verurteilten Mörder Jefferson Grieff eine Verbindung besteht?

Kritik zu Inside Man

Die Miniserie Inside Man nimmt sich eines ernsten Themas an. Bereits die erste Szene ist äußerst gesellschaftskritisch und bei der Serie handelt es sich insgesamt eher um schwere Kost. Für einen geselligen Abend auf der Couch, solltet ihr euch eine andere Serie aussuchen.

Mit dem Handlungsstrang in den USA wird mit Jefferson Grieff nach und nach aufgearbeitet, wie eine scheinbar normale Person zum Mörder werden und eine schreckliche Tat begehen kann. Man nimmt sich hier Zeit in verschiedenen Gesprächen den Charakter auszubauen und Grieff als Person dem Zuschauer näher zu bringen. Er ist sehr berechnend und nüchtern und aufgrund seiner Fähigkeiten kann er theoretisch anderen helfen, Situationen zu analysieren und aufzuklären.

Harry Watling und seine Familie sind hier scheinbar das genaue Gegenteil. Eine herzliche Familie, die viel Liebe füreinander und ihre Mitmenschen hat. Und dennoch nicht davor gefeit ist, falsche Entscheidungen zu treffen. Was ist richtig? Was ist falsch? Wie weit kann man gehen, um die Personen, die man liebt, zu schützen?

Die Serie wird recht schnell sehr spannend. Es geht Schlag auf Schlag und die Handlung schlägt ab und an durchaus eine Richtung ein, die man als Zuschauer nicht erwartet hat.

Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass manche Szenen wenig glaubhaft wirken und die Charaktere dadurch künstlich herüberkommen. Hier hätte man gegebenenfalls etwas mehr Feingefühl beim Script und der Darstellung zeigen sollen, um sie sinnvoll in die Serie zu integrieren.

Leider nimmt die Qualität auch wirklich in der vierten und damit finalen Episode ab. Die Handlung stagniert und man konzentriert sich stark auf die Charaktere; allerdings sehr oberflächlich und somit zieht sich die letzte Folge. Das Ende kommt nur teilweise überraschend.

Good Omens - Staffel 1*
  • Amazon Prime Video (Video on Demand)
  • Michael Sheen, David Tennant, Adria Arjona (Schauspieler)

Inside Man: Der Cast

Das Serienevent Inside Man ist seit 31. Oktober 2022 auf Netflix verfügbar und stammt aus der Feder von Steven Moffat. Moffat sagt sicherlich Fans von so mancher bekannten britischen Serie etwas, denn einerseits übernahm er für einige Jahre den Posten als Showrunner bei Doctor Who, andererseits ist er natürlich auch für seine Arbeit an Sherlock bekannt.

Doch für Science-Fiction- und Serienfans im allgemeinen sind natürlich auch die Schauspieler, die für Inside Man vor der Kamera standen, ganz interessant. In einer Hauptrolle als Harry Watling sehen wir David Tennant (Doctor Who, Marvel’s Jessica Jones, Good Omens). In die Rolle von Jefferson Grieff, einem verurteilten Mörder, schlüpft Stanley Tucci (Captain America: The First Avenger, Transformers 4: Ära des Untergangs, The King’s Man). In weiteren Rollen sind Dolly Wells (In 80 Tagen um die Welt), Lydia West (Dracula), Louis Oliver (Sherlock) und auch Kate Dickie (Game of Thrones, Star Wars) zu sehen.

Vor allem mit Stanley Tucci und David Tennant in den Hauptrollen hat man natürlich zwei großartige Charakterschauspieler, die auch schwierige Personen glaubhaft herüberbringen können. Somit sind die zwei zentralen Figuren passend besetzt und die beiden zeigen wieder ihr Können.

Fazit zu Inside Man

Inside Man startet sehr spannend und lässt den Zuschauer mitfiebern. Die beiden Hauptcharaktere sind großartig besetzt und es macht Spaß, die rasche Entwicklung und vor allem auch „Entgleisung“ der Ereignisse in England mitzuverfolgen. Das Ende ist aber leider eher enttäuschend und kann die Erwartungen nicht erfüllen.

Gastbeitrag von Yvonne Sälzle.

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