Skylin3s – Der perfekte Abschluss der Trilogie?

Lindsey Morgan kehrt für das Finale der Skyline-Trilogie zurück. An ihrer Seite stehen unter anderem Star Trek-Star Alexander Siddig, Altered Carbon-Schurke Daniel Bernhardt und The Last Ship-Star Rhona Mitra, die ihr womöglich auch aus Stargate: Universe kennt. Aber was kann ein Film, der auf einen solch spannenden Cast setzt und eine eher umstrittene Reihe zum Abschluss bringt?

So endet die Skyline-Trilogie

Mit Skylin3s geht die Handlung genau dort weiter, wo Beyond Skyline endete – wenngleich mehrere Jahre später. Denn am Ende von Beyond Skyline sah man Rose (Lindsey Morgan) ja als Erwachsene, die gegen die Aliens in den Krieg zieht. Zu Beginn von Skylin3s sehen wir, wie dieser Krieg verläuft und dann eine Erde, auf der Menschen und die Aliens, die sich ihrer menschlichen Vergangenheit bewusst wurden, friedlichen zusammenleben.

Doch auf dieser Erde taucht Rose unter, denn sie kommt damit nicht klar, welche Fehler sie im Krieg begangen hat. Doch ihre Vergangenheit holt sie ein, denn als Mensch-Alien-Hybrid verfügt sie über genau die Fähigkeiten, die benötigt werden, um eine finale Mission zu starten.

Skylin3s - Lindsey Morgan - The 100 - Review
(c) EuroVideo

Skylin3s- Das grandiose Finale?

Schon die Vorgänger in der Skyline-Trilogie hatten ihre Probleme. Und so schwächelte auch Skylin3s stellenweise. Eines der größten Probleme der Reihe ist wohl das Tempo. Mit wenig Handlung könnte man noch leben, wenn diese spannend aufbereitet ist, doch gerade der Originalteil bestand nahezu ausschließlich aus Menschen, die vor Aliens schreiend wegrannten. Beyond Skyline zog da deutlich an und lieferte mehr Abwechslung als der Vorgänger. Entsprechend musste Skylin3s natürlich ordentlich liefern, um mit Teil 2 mithalten zu können.

Leider gelingt dies nicht immer. Denn auch Skylin3s hat teilweise mit Tempoproblemen zu kämpfen. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass man hier versuchte, am meisten Story unterzubringen. Denn hier werden nun alle Handlungsstränge aus den ersten beiden Teilen zusammengeführt und der Krieg wird zur Heimatwelt der Aliens verlegt.

Statt sich auf diese Handlung zu konzentrieren, wird erneut viel geballert, was natürlich zum Genre gehört. Doch was viel schlimmer ist die Tatsache, dass man Zeit damit verlor, einige Klischees abzuklappern. So ziert sich Rose natürlich zu Beginn, sich der Mission anzuschließen, was absolute Zeitverschwendung ist, denn natürlich kommt sie am Ende mit. Sie ist die Auserwählte und die Einzige, die effektiv zum Erfolg der Mission beitragen kann.

Aber auch vor Ort erfüllen sich einige Klischees und die Mission zieht sich teilweise qualvoll in die Länge, ohne, dass irgendwelche Fortschritte erzielt werden.

Die hier verschwendete Zeit hätte man besser in die Handlung auf der Erde gesteckt, die deutlich zu kurz kam. Denn auf der Erde spielen sich – ohne zu viel verraten zu wollen – ebenfalls dramatische Szenen ab – und das mit nicht weniger hochkarätiger Besetzung.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass alles an Skylin3s schlecht ist. Denn auch Skylin3s  hat seine Stärken. Dazu zählt zum einen, dass die Handlung der Trilogie sinnvoll zu einem Ende gebracht wurde. Zum anderen sind gerade die Nahkampfszenen äußerst beeindruckend. Diese sind so fantastisch choreografiert und herausgearbeitet, dass man sich wünscht, man hätte diesen mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Skylin3s - Daniel Bernhardt - Altered Carbon - Review
(c) EuroVideo

Und natürlich muss man auch betonen, dass der Cast eine hervorragende Arbeit leistet. Lindsey Morgan, die schon in The 100 überzeugen kann, beweist in Skylin3s, dass sie einen Film wie diesen locker tragen kann.

Über Alexander Siddig muss man wohl kaum ein Wort verlieren. Der Star Trek-Star passt hier hervorragend in die Rolle, die er auch überzeugend spielt. Leider erahnt man schon sehr bald, was es mit seiner Figur auf sich hat, nichts destotrotz macht es Spaß, ihm hier zuzusehen.

Leider konnte Daniel Bernhardt hier nicht ganz ausspielen, was er in Altered Carbon unter Beweis stellen konnte. In den besagten Nahkampfszenen darf er dafür zeigen, was in ihm steckt.

Rhona Mitra durfte ebenfalls kräftig austeilen. Leider ist sie Teil des besagten Handlungsbogens auf der Erde, der sein Potenzial nicht ganz entfalten konnte. Hier wird schnell klar, dass man über ihre Figur und deren Mitstreiter so gut wie nichts bekannt ist und man auch am Ende des Films und der Trilogie nicht viel mehr weiß. Das Mitfiebern fällt hier also schwer.

Gemeinsam mit ihren Kollegen, etwa James Cosmo, Martial-Arts-Star Yayan Ruhian, Jonathan Howard, Cha-Lee Yoon, Jeremy Fitzgerald und Ieva Andrejevaite sorgen sie dafür, dass Skylin3s trotz vermeidbarer Schwächen zu einem Sci-Fi-Popcorn-Erlebnis mit Splattereinlagen wird, bei dem jede Figur ihre Momente hat.

Fazit zu Skylin3s

Der Skylin3s ist kein schlechter Abschluss, kann aber nicht an das anknüpfen, was Beyond Skyline zum besten Film der Reihe machte. Am Ende wünscht man sich, dass mehr Zeit auf die einen Elemente und weniger auf die anderen verwendet worden wäre, weshalb man den Film mit gemischten Gefühlen beendet. Insgesamt eignet sich Skylin3s aber hervorragend für einen Filmabend, sofern man den Vorgänger kennt.

 

Quelle: 

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