Shoretrooper-Bausatz von Bandai: Bastelspaß mit viel Sinn fürs Detail

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Bandai Shoretrooper - Teaser - Nerd Around the World 2

Seit ich die Shoretrooper-Rüstungen auf der Star Wars Celebration 2016 in London gesehen hatte, war ich von den Kostümen hin und weg. Die Rüstungen sehen meiner Meinung nach einfach so genial aus, dass ich mir kurz darauf eine solche zulegte. Auf einigen Events war ich mit dieser seitdem unterwegs und ich hänge einfach an dem Teil.

Drumherum hatte ich mit dem Sammeln von Shoretrooper-Artikeln begonnen. Dazu gehören Actionfiguren, Trinkbecher, Lego-Mini-Figuren, etc. Hauptsache, es ist ein Shoretrooper drauf. Dass ich in diese Richtung noch lange nicht alles habe, ist auch klar. Bei Star Wars sieht es in Sachen Merchandise ja deutlich besser aus als bei Stargate und entsprechend kommt man mit dem Kaufen schlichtweg nicht hinterher. Im vergangenen Jahr wurde ich dann durch gewisse Ereignisse ohnehin ausgebremst. Also … Erstmal Pause.

Bandai Shoretrooper - Teaser - Nerd Around the World

Zu Weihnachten bekam ich dann ein wunderschönes Geschenk, das mich gleich in zweifacher Hinsicht glücklich machte:

  1. Es handelte sich um eine echt geniale Shoretrooper-Figur.
  2. Ich hatte endlich mal wieder was zu basteln – meine Bastelei lag schließlich auch auf Eis.

Bei besagtem Geschenk handelte es sich um den Actionfiguren-Bausatz von Bandai – und ja, ich staunte damals auch nicht schlecht, als ich erfuhr, dass es Actionfiguren zum Zusammenbauen gab. Das war mir vor ein paar Jahren, als ich zum ersten Mal über diese Bausätze stolperte, irgendwie neu. Aber ich mochte die Idee dahinter, wenngleich ich mir nicht so recht vorstellen konnte, wie soetwas funktionieren sollte. Nun es funktioniert.

Ich werde euch jetzt nicht mit einem Schritt für Schritt-WiP langweilen – das reicht ja, wenn ich das mit dem Pegasus Asgard tue – aber ich möchte euch gerne zeigen, wie GENIAL dieser Bausatz ist und wieviel Spaß es gemacht hat, die Figur zu bauen.

Shoretrooper von Bandai: Das Gesamtpaket

Vorweg sei angemerkt: Ich bin nicht so der große Modellbauer. Zwar gab es in der Vergangenheit ein paar Berührungspunkte, aber so wirklich in den Modellbau eingestiegen bin ich nie. Dafür hätte ich langfristig wohl einfach keine Geduld (und kein Geld).

Ich verschaffte mir also erstmal einen Überblick über das, was die Packung hergab. Beschriftet ist die – ebenso wie die Anleitung – in japanischer Sprache. Aber keine Panik! Die Bilder in der Anleitung sind hervorragend umgesetzt und so ist stets klar, auf was es ankommt. Ihr müsst also nicht erst Japanisch lernen.

Was allerdings schon ziemlich zu Beginn wichtig ist: Legt euch darauf fest, welche Version des Shoretroopers ihr zusammenbauen möchtet. Bandai hat hier wirklich an alles gedacht, weshalb sich die Varianten Captain, Squad Leader und Grunt bauen lassen. Das ist auch der einzige Punkt, an dem ich sagen muss, dass es nicht schadet, mit der Materie „Shoretrooper“ etwas besser vertraut zu sein. Zwar ist es möglich, die Versionen in der Anleitung zu unterscheiden, aber doch recht aufwendig, wenn man mit den drei Versionen nichts anzufangen weiß.

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Die Bögen des Shoretrooper-Bausatzes

Nennt man das so? Es gibt mehrere Bögen, aus denen ihr die Teile herausbrechen müsst. Meist lassen die sich ganz easy entnehmen. Sind sie etwas widerspenstiger, eignet sich dafür ein Cutter oder eine kleine, feine Zange. Mit dem Cutter könnt ihr auch überschüssiges Material abnehmen, sollte vom Herausbrechen etwas übrig bleiben. Hier empfiehlt sich aber auch ein kleine Feile. Schleifpapier fand ich eher ungeeignet, da ich meine dicken Wurstfinger nicht ganz so präzise einsetzen kann wie eine dünne Feile.

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Beim Blick auf die einzelnen Teile war ich schon mächtig beeindruckt. Diese sind so unglaublich detailliert, dass sich manche herkömmliche Actionfigur eine Scheibe davon abschneiden kann. Dass es sich dabei um einen Bausatz handelt, ist nahezu unglaublich.

Die Teile sind detailliert und fein gearbeitet und teilweise fragt man sich – zumindest als Nicht-Modellbauer – wie das alles am Ende zusammenpassen soll bzw. wie man das irgendwie zusammenfriemeln soll. Aber es klappt.

Bandai Shoretrooper - Teaser - Nerd Around the World

So funktioniert der Shoretrooper-Bau

Es klingt simpel aber: Immer schön der Anleitung folgen. Ich hatte mir erstmal einen Überblick darüber verschafft, welche Arbeitsschritte insgesamt aufgeführt werden und mich dann für die Version entschieden, die ich bauen wollte. Squad Leader, war ja klar, da ich das Kostüm selbst besitze.

Und, ja, dann geht es Schritt für Schritt zum fertigen Shoretrooper, eine Mischung aus Modellbau und Actionfigur, wie sie in meiner Sammlung – und vielleicht auch in eurer – sehr gut aufgehoben ist. Wer sich für solche „Leckerli“ begeistern kann, ist hier jedenfalls gut aufgehoben.

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Bei jedem Bauabschnitt war ich wieder verblüfft, wie sich alles 1A zusammenfügt und auf größere Probleme bin ich dabei nicht gestoßen. Manchmal war es etwas tricky, die Gelenke in die dafür vorgesehenen Halterungen zu drücken, gerade deshalb, weil die Teile sehr klein sind. Andere Komponenten ließen sich völlig easy zusammenstecken.

Jep, zusammenstecken. Im Prinzip benötigt ihr für den Zusammenbau keinen Kleber. Ich hatte das Pech, dass an einem Oberarm ein Zapfen abgebrochen aus der Packung kam und sich die beiden Oberarmteile nicht gut zusammenhalten ließen. Ein Tropfen Modellbaukleber hat das Problem gelöst. Andernfalls solltet ihr mit Kleber aber tatsächlich sparen, da jeder Tropfen, der daneben geht, die Figur in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken könnte.

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Was mich wirklich den letzten Nerv gekostet hat!

Es gab eine einzige Sache an dem Shoretrooper-Bau, die mich wirklich an den Rand des Wahnsinns trieb. DIE STICKER!

Leute, was bin ich an diesen Stickern verzweifelt! Hab ich schon gesagt, dass ich kurze, dicke Wurstfinger habe? Natürlich hat Bandai auch hier an alles gedacht. So habt ihr die Wahl zwischen traditionellen Stickern und diesen Wasser-Transfer-Stickern. Da ich letztere bis heute nicht kapiere und auch nicht versauen wollte, habe ich mich für die herkömmlichen Stickern entschieden.

Die lassen sich nur schwer vom Trägermaterial fummeln und ebenso schwer an der Rüssi anbringen. Vor allem die kleinen Sticker sind hier eine echte Herausforderung. Wenn einer von euch Modellbauern einen Tipp hat, wie ich hier künftig vorgehen kann, sollte sich mal wieder so ein Projekt auftun, dann gerne immer her damit!

Ob es auffällt, dass ich einen der E-22-Sticker vermutlich versehentlich eingeatmet habe? 😐

Zusammenfassung

Besonders positiv ist mir aufgefallen:

  • Unglaublich viele Details, die unglaublich nah an der Filmrüstung sind
  • Das mit den Gelenken funktioniert 1A
  • Die Möglichkeit Captain, Squad Leader und Grunt zu bauen
  • Teile für 2 verschiedene Blaster
  • Sticker in 2 verschiedenen Ausführungen (traditionell & Transfer)
  • Teile können weitestgehend easy zusammengesteckt werden

Negativ ist mir aufgefallen:

  • Die Sticker sind die Hölle, da sie so klein sind, sich schwer rauslösen lassen, aber nur schwer an der Rüstung anzubringen sind
  • Die Basisplatte könnte ein klein wenig schwerer sein, damit die Figur sicherer steht.
  • Beim Squad Leader rutscht der Kama hinten immer leicht nach unten und setzt somit nicht am Gürtel an. Fällt aber natürlich meist nicht auf.
  • Meckern auf sehr, sehr hohem Niveau: Keine Umhängeschlaufe für den Blaster?
  • Nochmal Meckern auf sehr, sehr hohem Niveau: Die Unteranzüge der Shoretrooper sind nicht schwarz sondern grau.

Würde ich wieder eine Bandai-Figur dieser Art bauen?

Ja, definitiv. Der Shoretrooper war sehr zusammenzusetzen. Ich habe mir Zeit gelassen, um auch etwas von dem Bau zu haben. Ist man flott, geht es sicherlich schneller, aber ich kam so schon auf 3-4 Stunden reine Bauzeit. Vielleicht etwas mehr. Seit der Fertigstellung verschönert er nun meinen Schreibtisch und da fällt auch das runterrutschende Röckchen nicht mehr auf.

Wie beim Shoretrooper würde ich allerdings schauen, dass die Figuren zum Rest meiner Sammlung passen und da bin ich inzwischen doch sehr spezialisiert aufgestellt.

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Nicole Sälzle schreibt seit 2005 für Stargate-Project.de und legte damit den Grundstein für ihre Zukunft. Ihre jahrelange Erfahrung im redaktionellen Umfeld nutzte sie als Sprungbrett - erfolgreich. Mittlerweile schreibt die studierte Übersetzerin und Dolmetscherin für namhafte Newssites im Bereich Film & Serien. Unter dem Titel "Der Verlorene Sektor" bringt sie ihre eigene Sci-Fi-Romanreihe raus.

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