WiP #002: Pegasus-Asgard – Einige grundsätzliche Überlegungen

Nachdem ich euch – zumindest denjenigen, die mit dem Projekt noch nicht vertraut waren – dieses im vergangenen Post vorgestellt habe, wollte ich euch im heutigen Post einen kleinen Überblick über meine Herangehensweise an den Pegasus-Asgard informieren.

Erkenntnisse zum Pegasus-Asgard

Die Pegasus-Asgard-Rüstungen in Stargate: Atlantis bzw. Raumanzüge in Stargate: Universe gehören wohl zu den aufwendigsten Kostümen, die es im gesamten Stargate-Universum gibt. Meines Wissens hat noch kein Fan versucht, eine solche Rüstung zu fertigen, weshalb ich nicht auf vorangegangene Erfahrungen anderer zurückgreifen kann, lediglich auf die entsprechendenen Kenntnisse und Erfahrungen, die den Kostümbau allgemein betreffen.

Als ich mit der Recherche begann, wurde mir gesagt, dass viele Teile der Rüstung tiefgezogen sind. Das ist schon mal ein Problem. Zum einen ist es extrem teuer zuerst die Formen zu erstellen (wegen wahrscheinlich nur einer einzigen Rüstung). Zum anderen habe ich keinen Tiefziehtisch und meine Mum würde mich wohl erschlagen, käme ich auf die Idee, so ein Ding in die Waschküche zu stellen.

Ihr seht schon: Auf die traditionelle Weise wird das in diesem Fall nichts. Ich muss mir deshalb bei einigen Dingen Gedanken dazu machen, wie ich sie angehe und dachte, ich stelle euch diese Gedanken in groben Grundzügen erstmal vor, bevor es weitergeht.

Pegasus-Asgard: Die einzelnen Teile der Rüstung

Helm

Der Helm ist für das Outfit natürlich besonders wichtig und in diesem Fall auch sehr markant. Ich dachte anfangs, dass man sich hier einige Teile zusammengesucht hat. Dem ist wohl größtenteils nicht so. Der SGU-Helm wäre vielleicht sogar einfacher zu bauen, da dieser offenbar auf einem Motorradhelm aufbaut, wie man sogar in der Serie bei genauem Hinschauen erkennen kann. Aber was soll ich sagen? Mir hat es eben der Asgard angetan und gerade auch die Tatsache, dass man durch das Visier das Gesicht des Trägers nicht sieht.

Schau ich mir den Asgard-Helm an, denke ich, dass ich es mit einem Mando-Helm als Basis versuchen werde. Der hat in etwa die Form und ist relativ schlicht, was Anbauten ermöglicht. Von dem Mando-Helm wird am Ende natürlich kaum mehr was zu erkennen sein und letztlich werde ich ums Abformen und Gießen nicht herumkommen. So einen komplexen Helm kann man nicht anfertigen, indem man ihn einfach Stück für Stück baut und dann passgenau auf den Kopf setzt.

Brust

Sieht man vom Helm ab, ist die Brust wohl einer der schwierigsten Parts der gesamten Rüstung. Hier die Proportionen und den richtigen Look hinzubekommen, wird extrem schwierig. Inzwischen habe ich auch schon einige Tests. Der letzte war gar nicht so schlecht – Blöd, dass ich das ganz auch noch spiegelverkehrt für die andere Seite machen muss.

Da an den Brustparts auch die Schultern dranhängen, macht es das nicht einfacher. Die müssen ebenfalls größenmäßig abgestimmt werden.

Abs

Die Bauchpartie der Asgard-Rüstung sticht sofort durch die einzelnen Segmente ins Auge. Das ist natürlich eine Menge Arbeit und ich habe bislang mit Hartschaumplatten die Bauchplatte nachgestellt. Hat auch sehr gut funktioniert. Jedoch werde ich diese Sektion mit Resin härten müssen, damit alles fest zusammenhält. Der Anfang ist gemacht und sieht sehr vielversprechend aus. Eine Form möchte ich hier ungern erstellen. Das kommt – schätze ich – zu teuer.

Codpiece

Beim Codpiece musste ich direkt an Star Wars und die Mandos denken. Deshalb habe ich mir eine Vorlage von den Mando Mercs heruntergeladen und diese modifiziert. Gebaut habe ich das Codpiece aus Hartschaumplatten, aber auch hier wird natürlich mit Resin nachgearbeitet.

Schultern

Die Schultern sind massiv und gewaltig. Die fallen ebenfalls sofort auf, weil sie einfach riesig sind. Außerdem sind sie sehr komplex aufgebaut. Was aber auffällt: Abgesehen von den ganzen Greeblies sind sie identisch. Deshalb strebe ich gerade an, eine Form zu bauen und dieses Teil tatsächlich abzuformen, um zwei identische Schultern zu erstellen.

Rücken

Ein sehr schlichtes Teil, das aber sehr herausfordernd zu formen sein wird. Dazu habe ich mir bislang noch nicht viele Gedanken gemacht.

Shingles

Diese „Dachziegel“ den Rücken entlang nennen sich jedenfalls laut Dateiname so. Hier wird es definitiv darauf rauslaufen, ein Teil herzustellen und dann eine Form herzustellen, um die anderen identisch hinzubekommen.

Bizeps

Der Bizeps ist recht einfach umzusetzen und eigentlich auch schon umgesetzt. Das eigentlich Anspruchsvolle am Bizeps ist die abgesetzte Struktur auf der Rüstung. Aufbauen werde ich den Bizeps auf Hartschaumplatten, dann mal weitersehen.

Unterarme

Die Unterarme sind ein wenig tricky. Das liegt an der komplexen Form. Da diese nicht identisch sind, kann ich hier keine Form erstellen, mit der ich einen Unterarm praktisch kopiere. Also muss ich beide Unterarme separat anfertigen. Lustig finde ich, dass die Abdeckungen des Klettverschlusses (die Unterarme sind zweiteilig) mit etwas, das nach Kabelbindern aussieht, fest mit der Rüstung verbunden sind, damit sie nicht abhanden kommen.

Ellbogen

Dazu muss ich mir noch Gedanken machen. Es gibt leider nicht viele gute Bilder von den Ellbogen. Eine gründliche Recherche werde ich deshalb wohl in Verbindung mit den Unterarmen anstellen, vor allem, um zu sehen, wie die beiden Teile zusammenhängen.

Handschuhe

Die Handschuhe werde ich vermutlich auf Motorradhandschuhen aufbauen. Die vielen kleinen Platten zu erstellen, wird natürlich ein Spaß … nicht.

Oberschenkel

Bei den Oberschenkeln überlege ich noch, ob ich hierfür Stormtrooper-Schenkel als Ausgangsbasis verwenden könnte. Andererseits dürfte das aufgrund der Kontruktion ziemlich schwierig werden. Es müssen jedenfalls wieder die guten alten Hartschaumplatten herhalten.

Unterschenkel

Bei den Unterschenkeln habe ich tatsächlich das Glück, dass diese identisch sind. Ich tüftel gerade an einer Lösung, um die „Form“ nur einmal bauen zu müssen und diese nochmals verwenden zu können. So wären beide Beine zumindest unten rum gleich.

Mit den Unterschnenkeln sind auch die Knie verbunden. Die sind ebenfalls identisch und sollten eigentlich ganz einfach umzusetzen zu sein.

Schuhe

Als Schuhe wurden Militärstiefel verwendet. Vermutlich handelt es sich dabei um Stiefel der Marke Magnum, wie sie bei Stargate häufig verwendet wurden. Da ich bereits Magnum Mach I-Stiefel für ein anderes Kostüm besitze, werde ich diese auch hier einsetzen. Bedeckt werden diese mit dem selben Material, das teilweise auch für den Unteranzug verwendet wurde und einer Kappe vorne und hinten, die ich vermutlich gießen werde.

Quelle: 

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