Review: Sanctuary Staffel 1

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Review Teaser

Sanctuary ist eine Mystery-Serie, die auf der gleichnamigen Webserie basiert. Allerdings war nach acht Episode der Webserie Schluss, denn die Produktion wurde trotz der enormen Download-Zahlen zu kostenaufwändig. Der amerikanische Sci Fi-Channel – oder jetzt SyFy – gab daraufhin 13 Episoden Sanctuary Staffel 1 in Auftrag.

In Deutschland erschien erst diesen August die erste Staffel, der auch für Science-Fiction-Fans lohnenswerten Serie. Denn nicht nur hinter der Kamera ist ein großer Teil der “Stargate”-Belegschaft zu Werke, sondern auch vor der Kamera.

Das Sanctuary ist ein Zufluchtsort für sämtliche Kreaturen, die die Menschen entweder als Monster oder Fantasiewesen ansehen und dennoch existieren. Viele dieser Wesen gehen sogar über das Menschenverständnis hinaus.
Dr. Helen Magnus und ihr kleines Team setzen sich für Erforschung, Rettung und Erhalt dieser Spezies ein. Dabei sehen sie ständig neuen Gefahren und Herausforderungen entgegen.

Im Pilotfilm werden wir erst einmal mit den einzelnen Charakteren vertraut gemacht. Helen Magnus rekrutiert das junge Talent Dr. Will Zimmermann, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die psychologischen Aspekte hinter Verbrechen zu betrachten und somit in gewisser Weise wie eine Art Profiler die Polizei zu unterstützen.
Er soll sich um den jungen Alexei kümmern, der rein instinktiv jeden tötet, der ihm zu nahe kommt, sobald er Angst verspürt.
Henry Foss ist das Technik-Genie der Truppe, während Ashley Magnus jederzeit bereit ist, die Waffen zu zücken, um ihre Gegenspieler niederzustrecken. Natürlich darf auch Big Foot nicht fehlen, der in der Sanctuary in London quasi der Butler ist und sich liebevoll um seine Freunde kümmert.

Im Verlauf der Staffel lernen wir unter anderem John Druitt kennen – Jack the Ripper – der den Sanctuary-Leuten allerhand Ärger bereitet. Aber damit ist er nicht der einzige, denn die Geheimorganisation Kabal verfolgt Pläne die in die gegengesetzte Richtung der Idee hinter der Sanctuary abzielen.

Kritik an Sanctuary Staffel 1

Eine spannungsgeladene erste Staffel, interessante und sympathische Charaktere, eine gute Ausarbeitung der Beziehung zwischen den Charakteren und immer neue Abenteuer, die nicht immer dem Serien-Einheitsbrei entsprechen. Das macht Sanctuary Staffel 1 zu etwas ganz Besonderem in der Serienlandschaft – und lässt es nur noch trauriger erscheinen, dass die Serie im deutschen Fernsehen so stiefmüttlerlich behandelt wurde.

Sicherlich hat die erste Staffel Sanctuary auch ihre Schwächen – Schwächen hat jede Serie (meist vor allem in Staffel 1), schließlich muss die Geschichte erst einmal sich selbst finden.

Bei Sanctuary kann man argumentieren, dass gerade in Staffel 1 die CGI noch nicht völlig ausgereift wirkte. Gerade im Vergleich zu späteren Staffeln erkennt man hier öfter mal einen grünen Schimmer an Gegenständen und Schauspielern, wenn diese vor Green Screen standen, doch ist es beachtlich, dass diese Effekte allein in der ersten Staffel deutlich besser werden.

Es sei dahin gestellt, ob es besser ist, die Webisodes vorab zu kennen oder nicht. Die ersten drei Episoden verpacken die Handlung aus den Webisodes jedenfalls neu und lassen sie in TV-reifem Licht erscheinen. Dadurch bekommen viele Charaktere – vor allem Will Zimmerman – mehr Tiefe und auch Henry Foss (Ryan Robbins) wird vorgestellt, der schon bald zur Stammbesetzung und ab Staffel 2 zum Maincast gehört.

Allerdings erschweren die ersten drei Episoden der Serie auch den Start. Teils hat man das Gefühl, dass die Serie einerseits zu sehr an den Webisodes klebt, während sie andererseits versucht etwas Neuartiges von Serienausmaß auf die Beine zu stellen. Zum Glück gelingt das trotz der Husch-Husch-Aktion mit der die Verbindung / die Kabal als Hauptfeind des Sanctuary-Netzwerkes vorgestellt wird.

Ab dem Zeitpunkt nimmt die Handlung auch deutlich Fahrt auf. Im Verlauf der ersten Staffel finden sich die Charaktere selbst, dem Zuschauer wird der Umfang des Sanctuary-Netzwerkes und seiner Aufgaben klar und die Mythologie dahinter wird näher beleuchtet.

Dabei unterhalten die Episoden (auch wenn kleinere Tiefpunkte wie in jeder guten Serie ab und an mal zu verzeichnen sind) nicht nur mit Action, sondern vor allem mit Spannung aber auch Humor.

Gerade Stargate Fans dürften hier ein kleines Déja Vú haben. Nicht nur ist ein Teil der Besetzung vor und hinter der Kamera zumindest für Gastauftritte übergesiedelt, sondern lässt sich auch der unverkennbare sarkastisch angehauchte Humor von Stargate an vielen Stellen deutlich erkennen, ohne, dass Sanctuary zu einem Stargate-Ableger im Mystery-Genre verkommt.

Durch viele kleinere Elemente wie dieses wird Sanctuary zu einer spannenden und unterhaltsamen Serie, deren 1. Staffel einen krönenden und spannenden Abschluss erhält, wie man ihn selten im TV zu sehen bekommt und es wird klar, dass den Machern ein Drahtseilakt gelungen ist, Mythologie, Sagen, Legenden und Geschichte zu verbinden, ohne dass die Episoden in den Kitsch und ins Klischee abrutschen.

 

Der Beyond-Faktor

Wie oben bereits angesprochen, werden Science-Fiction-Fans sehr schnell feststellen, dass einige bekannte Gesichter der Serie den letzten Schliff geben.

Amanda Tapping (Stargate) spielt Dr. Helen Magnus und somit in gewisser Weise die Mentorin der Sanctuary. Das heißt nicht, dass sie nicht auch kräftig durch die Gegend ballert, wenn die Monster drohen Überhand zu nehmen.  Auch hier brilliert sie wieder als Genie, wenn auch auf einem anderen Fachgebiet, wobei man ihr die Rolle von Anfang an abnimmt.

Christopher Heyerdahl schlüpft in die Rolle des Jack the Ripper, John Druitt, der der jetzigen Auseinandersetzungen mit Helen, mit dieser nicht nur ein gemeinsames Geheimnis hütet. Christopher Heyerdahl kennt man als Sci-Fi-Fan als Athosianer Halling und Wraith Todd aus “Stargate: Atlantis“.

Ryan Robbins ist vielen mittlerweile vor allem auch aus Falling Skies bekannt. In Sanctuary gibt er das Technik-Genie Henry Foss, der das Sanctuary-Team treu unterstützt. In dem Charakter steckt weit mehr, als man zunächst vermuten mag. Diese Geheimnisse werden im Verlauf der 1. Staffel zum Teil gelüftet. Auf weiteres darf man wohl gespannt sein.

Gastauftritte von Science-Fiction-Vertretern: Die Liste der Gastauftritte strotzt geradezu vor Gesichtern, die man aus der Science Fiction kennt. So sehen wir unter anderem die Stargate-Veteranen Peter Wingfield, Kavan Smith, David Nykl und Chuck Campbell wieder. Leah Cairns sollte wie auch Henry Foss-Darsteller Ryan Robbins vor allem den “Battlestar Galactica“-Fans ein Begriff sein. Und auch sonst tummeln sich noch einige Darsteller, die man auch in diversen Science Fiction-Serien schon mal gesehen hat.

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5 KOMMENTARE

  1. Hallo, insgesamt gibt es vier Staffeln, von denen alle je 13 Episoden haben mit Ausnahme der 3. Staffel, die über 20 Episoden verfügt.

    Zudem gibt es noch die Webisodes, mit denen “Sanctuary” seinen Anfang nahm. Diese sind auch als Bonus auf den DVDs der 1. Staffel “Sanctuary” enthalten und sind auch in der Komplettbox enthalten: Sanctuary – Die komplette Serie (19 Discs) (Weiterführung zu Amazon)

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