Review: Robert the Bruce mit Anna Hutchison & Zach McGowan

Power Rangers-Star Anna Hutchison und The 100– und Agents of S.H.I.E.L.D.-Star Zach McGowan stürzten sich mit Robert the Bruce in ein charakternahes Historienabenteuer. Was ich von dem Film halte, möchte ich euch in dieser Review darlegen.

Robert the Bruce: Was geschieht im Film?

König Robert the Bruce und seine Armee wurden vernichtend geschlagen. Im Kampf gegen die Engländer sind sie gnadenlos unterlegen. Viele Schotten mussten bei den blutigen Auseinandersetzungen ihr Leben lassen. Nur knapp entkommt Robert the Bruce selbst dem Tod. Schwer verletzt flieht er in den Wald, wo er von einem Jungen entdeckt wird. Dessen Mutter kümmert sich um den verletzten König und nimmt ihn bei sich auf. Was für alle Beteiligten schwer ist.

Kritik zu Robert the Bruce

Gleich vorweg muss gesagt werden, wer hier ein gigantisches Epos wie Braveheart erwartet, mit gewaltigen Schlachten und spektakulären Aufnahmen, die ihrer Zeit voraus waren, ist bei dieser Verfilmung des Lebens von Robert the Bruce fehl am Platz. Robert the Bruce ist ein charakternahes Drama, das einen Wendepunkt im Leben des schottischen Königs zeigt, wenngleich man sich nicht allzu viel historische Akkuratheit erhoffen sollte.

Man könnte einfach sagen, es ist ein anderer Ansatz, an das Thema heranzugehen. Man zeigt nur einen winzigen Ausschnitt aus dem Leben eines bedeutenden Mannes, der Teil eines großen Ganzen ist. Doch ob das bei Robert the Bruce wirklich so geplant war, ist die andere Frage. Zum einen merkt man dem Film natürlich sein relativ geringes Budget an. Zum anderen auch den fehlenden Feinschliff.

Der Umfang des Casts ist stark begrenzt, wenngleich ein paar interessante Namen dabei sind und Angus Macfadyen nach seinem Auftritt in Braveheart viele Jahre später erneut Robert the Bruce spielen darf.

Gerade aufgrund der ausgewählten Cast-Mitglieder ist es leider aber auch enttäuschend, dass man aus dem Film und dem Stoff nicht mehr herausgeholt hat. Gerade Macfadyen als Verbindung zu Braveheart hätte dazu beitragen können, dass Robert the Bruce eine interessante Ergänzung zum Klassiker wird. Auch die anderen Darsteller geben ihr Bestes, aus den hölzernen Dialogen das Beste rauszuholen. Weitestgehend liefern sie eine überzeugende Vorstellung ab – wären da eben nicht besagte Probleme mit dem Dialog.

Überraschendes geschieht in dem Film ebenso nicht. Die Handlung ist vorhersehbar und manches Mal hat man als Zuschauer den Eindruck, bei Robert the Bruce handelt es sich um eine Ansammlung von Elementen, die klischeehaft mit einem solchen Film in Verbindung gebracht werden. Die Frau, die allein in der Abgeschiedenheit lebt. Der Vehrehrer, dem sie eine Abfuhr erteilt. Die Kids, die bei ihr leben. Alle drei haben ihren Vater verloren, Morag somit ihren Mann. Gekrönt wird das ganze von einem König, der an sich und Gott zweifelt und die Frage in den Raum wirft, ob es wirklich sein Schicksal war, König zu werden.

Robert the Bruce hat durchaus seine guten Momente. Da wäre – wie schon erwähnt – der Cast, der sein Bestes gibt und in den meisten Fällen die Charaktere überzeugend darstellt. Da wäre auch so manche Szene, die Potenzial hat. Dieses Potenzial schöpft man nur leider relativ selten aus. Da wäre eine insgesamt spannende Geschichte und eine charakternahe Betrachtung der Ereignisse. Aber auch hier schöpft man das Potenzial nicht ganz aus.

Entsprechend tröpfelt Robert the Bruce rund 2 Stunden vor sich hin und wartet nun gelegentlich mit Momenten auf, in denen man als Zuschauer wirklich dran bleiben möchte.

Beyond-Faktor

Anna Hutchison hat sich seit ihrer Zeit bei Power Rangers: Jungle Fury gemacht. Schon damals gehörte sie zu den überzeugendsten Cast-Mitgliedern. Bei Robert the Bruce stellt sie ein weiteres Mal unter Beweis, dass sie zurecht eine der erfolgreichsten Power Rangers-Darstellerin ist und inzwischen auf eine umfangreiche Karriere zurückblicken kann. Als Morag ist sie beinahe den ganzen Film über mit von der Partie und kann auch mit dem noch wesentlich erfahreneren Angus Macfadyen mithalten.

Zach McGowan ist nicht ganz so ausgiebig mit von der Partie. Sein Charakter hasst Robert the Bruce und verehrt Morag. Ein Konflikt ist also vorprogrammiert. Ebenso wie Hutchison glänzt auch McGowan und beweist, dass er ein sehr guter und häufig unterschätzter Schauspieler ist.

 

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