3 Wochen Computer-Brille: Super-Gadget für den Nerd?

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Vor ein paar Monaten schrieb ich einen Artikel über kurioses Gaming-Zubehör und da stach mir wieder etwas ins Auge, über das ich mir in der Vergangenheit mehrfach Gedanken gemacht hatte. Bislang hatte ich aber davon abgesehen, zuzuschlagen. Ist doch irgendwie uncool, dachte ich mir. Wer braucht schon eine Computer-Brille?

Nun … Das vergangene Jahr war ohnehin ziemlich heftig und mit dem Schlafen hatte ich so meine Probleme. Wem die Existenz unter den tippenden Fingern wegstirbt, träumt halt nicht ganz so unbeschwert. Aber gut, meine Schlafprobleme kamen, so dachte ich mir, vielleicht nicht nur von dem bösen C-Wort. Immerhin sitze ich täglich bis zu 14 Stunden vor dem PC. Eine ganz schön lange Zeit, um eine ganze Menge „Computer-Strahlung“ abzubekommen. Blaues Licht ist ja bekannt dafür, Schlafprobleme zu verursachen, da es den Biorhythmus des Körpers durcheinander bringt.

Also … Versuchen wir halt auch das noch.

Computer-Brille - PC-Brille - Bewertung

Auf der Suche nach einer Computer-Brille

Nun gut: Beim Blick auf das Online-Angebot habe ich mir unterschiedliche Modelle angeschaut. Von billig bis teuer ist da einiges dabei. Viele dieser Brillen spielen sich im Bereich von ca. 20 bis ca. 70 Euro ab. 70 Euro waren mir für einen Versuch und bei meinem aktuellen „Budget“ (kann man das so nennen?) definitiv zu viel. Ich wollte mich aber auch nicht gerade für die günstigste Version entscheiden.

Ich landete irgendwie bei der Pixel Lens, die mit rund 35 Euro gerade weit genug von „billig“ entfernt liegt und doch den Geldbeutel noch nicht allzu sehr strapazierte. Ausschlaggebend waren für mich die guten Bewertungen und die Form des Brillengestells. Da ein Aufprobieren natürlich nicht möglich war, wählte ich die Form, da diese meiner normalen Brille sehr nahe kommt.

Bevor sich hier nun irgendjemand wundert: Ich trage meist Kontaktlinsen und kann somit die Bildschirmbrille tagsüber bei der Arbeit tragen. Nach einem Modell mit Sehstärke (gibt es das überhaupt?) habe ich mich nicht umgesehen.

Auf der Suche nach einer Computer-Brille

Derzeit habe ich ein wenig Pech mit der Post und meinen Bestellungen und so kam auch die Pixel Lens in beschädigter Verpackung an, sprich, der Karton/die Produktverpackung der Brille war ziemlich gequetscht.

Der Brille hat es zum Glück nichts gemacht. Die lag nämlich in einem äußerst stabilen Brillenetui, dem auch ein Brillenputztuch und ein Stoffbeutel beiliegt. Für eine gute Möglichkeit der Aufbewahrung ist also gesorgt.

Wie gesagt, der Brille war nichts passiert. Deshalb nahm ich diese erstmal unter die Lupe. Das Modell ist auffällig leicht, was natürlich an den Kunststoffgläsern liegt. Sie fühlt sich jetzt nicht besonders robust an, aber ich habe auch keine Angst, dass sie bei nächster Gelegenheit bricht.

Die Gläser schimmer gelblich, was natürlich dem Filter geschuldet ist. Schließlich soll ja das blaue Licht der Bildschirme rausgefiltert werden.

Die Brille das erste Mal aufzusetzen, ist da schon *etwas* krass. Zunächst scheint es schwer, sich umzustellen. Der Unterschied zwischen Brille auf / Brille ab ist massiv.

Eindruck nach 3 Wochen

Ich habe die Brille nun seit rund 3 Wochen intensiv in Gebrauch. Sie ist sehr angenehm zu tragen, vor allem, da sie natürlich sehr leicht ist. Der Unterschied zwischen Brille auf / Brille ab fällt natürlich weiterhin auf, allerdings fällt die Umstellung nicht mehr schwer und ich bin eigentlich gleich „ganz normal dabei“, sobald ich wechsel.

Anfangs zweifelte ich noch ein wenig daran, ob die Brille tatsächlich einen Effekt hat. Inzwischen muss ich die Frage „Funktioniert die Brille?“ mit einem klaren „Ja“ beantworten.

Nach 2-3 Tagen Eingewöhnung – dazu gehörte bei mir auch: Ran an den PC, Brille auf, weg vom PC, Brille runter – merkte ich, wie sich mein Sehen veränderte. Meine Augen waren nicht mehr so angestrengt oder überanstrengt. Außerdem sind meine Augen nicht mehr so trocken und gereizt. Zuvor waren sie manchmal auch gerötet.

Was mir darüber hinaus auffiel: Abgesehen davon, dass das Sehen vor dem PC mit der Brille deutlich angenehmer ist, gehe ich abends tatsächlich auch mal wieder so richtig, ehrlich müde ins Bett.

Vielleicht kennt ihr das, wenn ihr total überdreht seid und einfach immer weiter machen könntet, obwohl ihr wisst und euer Körper euch auch signalisiert, dass ihr eigentlich ins Bett gehen solltet. Das hatte ich die letzten Monate sehr, sehr häufig. Dann legt man sich ins Bett und irgendwie kann man trotzdem nicht schlafen. Die Gedanken kommen nicht zur Ruhe, der Körper ist weiterhin im „Was erledigen wir als nächstes?“-Modus.

Mit der Brille. Fehlanzeige. Was ja gut ist. Der Körper braucht Schlaf, die Gedanken müssen zur Ruhe kommen. Endlich geh ich mal wieder ins Bett und kann auch direkt schlafen.

Dinge, bei denen ich auf die Computer-Brille verzichte, gibt es aber auch. Wie oben beschrieben, nimmt man durch die Brille Farben eben anders wahr. Deshalb nutze ich sie nicht, wenn ich mit Grafikprogrammen arbeite. Und auch beim Zocken, weiß ich noch nicht so recht, ob sie mir zusagt.

Fazit zur Computer-Brille

Hat sich bislang absolut gelohnt. Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Bestens angelegte 35 Euro.

Computer-Brille - PC-Brille - Bewertung

 

Nicole Sälzle schreibt seit 2005 für Stargate-Project.de und legte damit den Grundstein für ihre Zukunft. Ihre jahrelange Erfahrung im redaktionellen Umfeld nutzte sie als Sprungbrett - erfolgreich. Mittlerweile schreibt die studierte Übersetzerin und Dolmetscherin für namhafte Newssites im Bereich Film & Serien. Unter dem Titel "Der Verlorene Sektor" bringt sie ihre eigene Sci-Fi-Romanreihe raus.

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