#SaveStargate war auch während der San Diego Comic-Con 2026 vielerorts zu sehen. Die Kampagne zur Rettung der neuen Stargate-Serie ist zudem in den sozialen Netzwerken weiterhin überall gegenwärtig. Die Bewegung ist groß und wird gefühlt immer größer und erzielt eine immer größere Reichweite. Die Amazon Prime Studios verhalten sich derweil ruhig. Ob sich im Hintergrund, fernab der Beobachtungen der Fans etwas tut, dahingehend gehen die Meinungen weit auseinander und Gerüchte tun ihr übriges dazu.
Die neue Stargate-Serie kommt …
Ende 2025 kündigten die Amazon MGM Studios an, was sich viele Stargate-Fans schon seit vielen Jahren wünschen: eine neue Stargate-Serie. Und noch viel besser! Die neue Serie sollte im bereits vorhandenen Canon angesiedelt sein und somit das bestehende Universum fortsetzen und weiter ausbauen. Zwar galt als wahrscheinlich, dass im Mittelpunkt neue Charaktere stehen, doch Auftritte alter Bekannter wurden von den Serienverantwortlichen von Anfang an angeteast und alles andere als ausgeschlossen. Auch das Kreativ-Team ließ aufhorchen: Als Showrunner wurde Martin Gero gebucht, der seit Stargate: Atlantis im SG-Universum zuhause ist. Als Consulting Producers waren Stargate-Serien-Co-Schöpfer Brad Wright und Showrunner und Autor Joseph Mallozzi mit an Bord.
Alles in allem konnten sich Stargate-Fans, die sich eine Fortführung des bestehenden Canons wünschten, also bestens aufgehoben fühlen. Die Basis für die neue Serie war hervorragend. Und auch mit den Arbeiten wurde bereits begonnen. Wie Martin Gero im Ankündigungsvideo Ende 2025 mitteilte, arbeitete er zu diesem Zeitpunkt bereits rund 2 Jahre an dem neuen Serienkonzept. Im Januar kam dann der Writer’s Room zusammen, der über Wochen die Drehbücher für die neue Stargate-Serie erarbeitete.
Es folgten weitere Ankündigungen, darunter die Meldung, dass mit den Arbeiten am Soundtrack bereits begonnen wurde und man somit schon einen neuen Komponisten unter Vertrag genommen hatte, wenngleich man dessen Namen noch nicht offenbarte. Mit Oscar-Preisträger Nathan Crowley hatte man auch schon seinen Production Designer gefunden, während sich Mohen Leo, der zuvor mehrfach für ILM arbeitete, die VFX übernehmen sollte.
Ende Juni riss eine Schockmeldung die Stargate-Fans schließlich von den Beinen.
Die neue Stargate-Serie kommt nicht …
Bis heute äußerten sich die Amazon MGM Studios nicht zum Aus der neuen Stargate-Serie. Die Nachricht erreichte Stargate-Fans über das seriöse Nachrichtenportal Variety. Dort hatte man erfahren, dass Amazon die Arbeiten an der neuen Stargate-Serie eingestellt hätte, obwohl der Casting-Prozess bereits begonnen hatte und die Dreharbeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit Ende des Jahres im Vereinigten Königreich begonnen hätten.
Variety berief sich außerdem auf eine Person, die mit der Situation vertraut sei und die erklärt habe, dass die Verantwortlichen bei Amazon befürchtet hätten, die Martin Geros Stargate-Serie sei zu sehr auf die bereits bestehende Fanbase ausgerichtet gewesen und hätte womöglich darüber hinaus kein weiteres Publikum angesprochen.
Dieser Grund, der nicht nur Stargate-Fans den Kopf schütteln lässt, ist auch der einzige Anhaltspunkt, den es für das „Warum?“ tatsächlich gibt. Offiziell ist die traurige Nachricht von der Stargate-Absetzung aber leider schon, obwohl sich Amazon bisweilen nicht dazu zu Wort meldete.
Joseph Mallozzi schrieb auf den Variety-Artikel hin, dass es leider wahr sei und sich Amazon dazu entschieden hätte, mit dem Projekt nicht fortzufahren. In seinem Post schrieb er außerdem:
„Sieht man davon ab, dass ich bestätigen kann, was geschehen ist, dem nicht viel hinzufügen.
Aber ich werde sagen …
Serienschöpfer Martin Gero entwickelte über zwei Jahre hinweg eine neue Stargate-Serie und schmiedete eine Serie, die es neuen Zuschauern gestattete einzusteigen, während gleichzeitig der bestehende Canon respektiert wurde. Es handelte sich um eine Serie, die die Fallstricke einiger moderner Remakes und Reboots vermied, während sie sich auf den Kern der Vorgänger konzentrierte: Action, Abenteuer, Erkundungen, Staunen, Herz, Humor und eine gefundene Familie. Und basierend auf dieser kreativen Vision erhielt die neue Stargate-Serie im November 2025 grünes Licht.
Seit heute existiert diese neue Vision offiziell nicht mehr. Wir werden niemals die Gelegenheit erhalten, euch diese Welt und diese Charaktere zu zeigen – oder euch wieder mit zurück zu nehmen, um zu sehen, was einige bekannte Gesichter aus der Vergangenheit so treiben.
Mein Herz bricht. Für die unglaublich talentierten Autoren, die unermüdlich daran arbeiteten, die Serie zu erschaffen. Für Martin, der trotz aller Herausforderungen optimistisch blieb und der sich stets darauf konzentrierte, eine Serie zu erschaffen, die die Fans ehrt und gleichzeitig ein neues Publikumm erreicht. Und für die seit langem leidenden Stargate-Fans, die schon so lange warten und einer Serie, die sie wahrlich geliebt hätten, unglaublich nahe kamen.“
Sadly, it’s true. Amazon has elected not to move forward with the new Stargate series.
There’s not much I can add beyond confirming what’s happened. But I will say this…
Creator Martin Gero developed a new Stargate series over two years, ultimately crafting a show that… pic.twitter.com/0D6S3QbiKa
— Joseph Mallozzi 🏴☠️ (@BaronDestructo) June 3, 2026
Ist Stargate jetzt (wieder) tot?
Zweifellos wird Amazon früher oder später etwas mit Stargateanfangen wollen, denn der Name ist zu groß, um die IP nicht mehr anzurühren. Dass man mit einem Reboot mehr Erfolg haben wird als mit einer Serie, die dem Seriencanon treu bleibt und sich mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt in die Herzen der Stargate-Fans spielt und gewiss auch neues Publikum abgreifen wird, darf angezweifelt werden. Star Wars, Star Trek und weitere Universen haben bereits gezeigt, dass es selten eine gute Idee ist, immer nur auf ein neues und jüngeres Publikum zu spechten, während man die Altfans weitestgehend außen vor lässt.
Stargate-Fans kämpfen derweil mit der #SaveStargate-Kampagne verbissen darum, dass die Amazon MGM Studios die Entscheidung hinsichtlich Martin Geros Stargate-Serie rückgängig machen. Weltweit sorgen sie für Aufmerksamkeit und für Furore, mit Flugbannern, Aktionen auf Conventions, Tweetstorms, Anzeigen am New Yorker Times Square und vielem mehr. Dass solche Kampagne eine Aussicht auf Erfolg haben, ist nicht immer gegeben, doch es gibt auch Beispiele, die belegen: Ja, manchmal hören die Verantwortlichen doch zu und auf die Fans.

















