Stargate ist zurück – eine brandneue Serie kommt. Im Zuge der Ankündigung erklärten die Serienverantwortlichen, dass die neue Stargate-Serie sowohl die alten Fans abholen als auch ein neues Publikum ansprechen möchte.
Wer Stargate bislang nie gesehen hat, soll in das Abenteuer einsteigen können, ohne zunächst die vorangegangenen Filme und Serien gesehen zu haben. Doch seien wir ehrlich: Für diejenigen, die aufgrund der Ankündigung erstmals ins Stargate-Universum einsteigen möchten, bleibt ausreichend Zeit, um vom Kinofilm bis zu Stargate: Universe nachzuholen, was es nachzuholen gibt.
Doch um was geht es in Stargate überhaupt? Was muss man wirklich gesehen haben und welche Reihenfolge gibt es hierbei zu beachten? Das verrate ich euch in diesem Artikel.
Stargate: Der Kinofilm zum Auftakt?
Heutzutage werden mit dem Stargate-Universum insbesondere die Serien in Verbindung gebracht. Los ging es allerdings mit dem Kinofilm von 1994.
In Stargate wird in Ägypten ein gewaltiger, mysteriöser Ring entdeckt. Jahrzehnte später heuert Catherine Langford den aufgrund seiner Theorie, die Pyramiden seien von Aliens erbaut worden, in Verruf geratenen Archäologen Daniel Jackson an, dem es schließlich gelingt, das Rätsel hinter diesem Ring zu lösen. Es ist ein Sternentor.
Gemeinsam mit Colonel Jack O’Neil und dessen Team bricht Daniel Jackson durch das Tor auf und entdeckt, dass dahinter eine Welt namens Abydos liegt. Auf dieser huldigen die Bewohner dem Sonnengott Ra, der das Volk unterdrückt und ausbeutet. Die Ankunft der Erdlinge führt schließlich zur Rebellion gegen Ra.
Im Kinofilm von Roland Emmerich und Dean Devlin werden Jack O’Neil und Daniel Jackson von Kurt Russell und James Spader gespielt. Eine Serienfortsetzung war von dem Duo übrigens ursprünglich gar nicht vorgesehen. Stattdessen schwebte den beiden eine Trilogie vor, aus der am Ende allerdings nichts wurde.
Sollte man den Stargate-Kinofilm gesehen haben?
Sieht man vom Casting ab – lediglich Erick Avari und Alexis Cruz spielten ihre Rollen aus dem Kinofilm später auch in der Serie – gibt es zwischen dem Kinofilm und der Serie durchaus ein paar Abweichungen.
So führt das Sternentor im Kinofilm lediglich nach Abydos, das in einer anderen Galaxis liegt. In der Serie befindet sich Abydos in der Milchstraße und ist Teil eines gigantischen Sternentor-Netzwerks.Um in eine andere Galaxie zu gelangen, ist das Anwählen eines 8. Chevrons nötig, wie sich später in Stargate: Atlantis zeigt.
Auch ist der Ton im Film deutlich ernster als in der Serie, die später für ihren Sarkasmus und dafür, sich nicht fortwährend zu ernst zu nehmen, bekannt wurde. Kleinere Abweichungen liegen ebenfalls vor, etwa die Schreibweise von Jack O’Neil(l) oder der Name von seinem Sohn.
Trotz kleinerer und größerer Diskrepanzen baut das Serienuniversum auf dem Kinofilm auf. So beginnt die Serie etwa mit der Feststellung, dass O’Neill (jetzt mit zwei L) seine Mission, die Atombombe zu zünden, um Abydos zu vernichten, nicht durchgeführt hat. Auch, dass Daniel verheiratet und auf Abydos geblieben ist, wird natürlich aufgegriffen. Skaara und Kasuf sollte man ebenso kennen. Da sich die Handlung in der Serie bald verselbständigt, dürfte man Stargate SG-1 auch folgen können, wenn man den Film nicht kennt. Gerade der Einstieg dürfte allerdings holprig ausfallen. Und es ist ja nicht so, als reden wir von einer ganzen Filmreihe – einen Film zum Einstieg sollte man schon mal durchziehen können, wenn man wirklich Interesse an diesem Universum hat.
Stargate SG-1: 10 Staffeln Reise durch das Sternentor
Mit 10 Staffeln ist Stargate SG-1 eine der langlebigsten Science-Fiction-Serien der Geschichte und definitiv auch der Anker des Stargate-Universums. Für viele geht der Begriff Stargate mit den Abenteuer des SG-1-Teams bestehend aus Jack O’Neill, Sam Carter, Daniel Jackson und Teal’c einher.

Die Serie wird geprägt von Abenteuern, Action, Spannung, emotionalen Charaktermomenten, der Dynamik im Team und von dem zuvor bereits erwähnten, unverkennbaren Humor. Und darum geht es:
Nach der Abydos-Mission (aus dem Kinofilm) wurde das Stargate kein weiteres Mal eingesetzt. Plötzlich aktiviert es sich und eine wachhabende Offizierin wird entführt. Daraufhin wird O’Neill in den Cheyenne Mountain gebeten, um zu erklären, wie es sein könne, dass jemand durch das Tor kam, wenn er Abydos doch zerstört habe.
O’Neill erklärt daraufhin, was tatsächlich geschehen war und bricht mit einem Team nach Abydos auf, wo es zum Wiedersehen mit Daniel Jackson, dessen Frau Sha’re, Kasuf und Skaara kommt. Plötzlich schlägt auch hier der ominöse Angreifer aus dem Cheyenne Mountain auf, greift die Abydonier an und entführt unter anderem Sha’re und Skaara.
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O’Neill bricht mit Daniel und einem Team auf, um die Gefangenen zu retten. Das Team gerät jedoch sehr schnell selbst in Gefangenschaft und kann nur mit Hilfe von Teal’c fliehen, dem ersten Primus von Apophis, dem Systemlord, der Sha’re und Skaara entführte.
Nach diesen Ereignissen wird das Stargate dauerhaft reaktiviert, denn den Menschen wird klar, dass der Feind dort draußen ist und Apophis und/oder andere Goa’uld früher oder später angreifen werden, nun da sie sich der Wehrhaftigkeit der Menschen bewusst sind. Das Ziel der Missionen ist es daher, Verbündete zu finden und eine Möglichkeit, sich gegen die Goa’uld zur Wehr zu setzen, um die Erde zu beschützen.
Das gibt es über Stargate SG-1 zu wissen
Stargate SG-1 umspannt 10 Staffeln mit jeweils 22 bzw. später 20 Episoden. Alles darzulegen, was sich in diesen 10 Staffeln zugetragen hat, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber auf die wichtigsten Punkte möchte ich natürlich eingehen:
- Das SG-1-Team setzt sich aus Colonel Jack O’Neill, Captain Samantha Carter, Dr. Daniel Jackson und Teal’c zusammen. Gespielt werden diese in der Serie von Richard Dean Anderson, Amanda Tapping, Michael Shanks und Christopher Judge. Das Kommando über den Cheyenne Mountain, die Basis, in der sich das Stargate Center befindet, hat der von Don S. Davis gespielte General George Hammond.
- Während in den ersten Staffeln im Vordergrund steht, im Zuge der Missionen Verbündete und Technologien zu finden, die der Menschheit gegen die Goa’uld und andere außerirdische Bedrohungen helfen könnten, verschiebt sich der Schwerpunkt in späteren Staffeln ein wenig, da die Menschheit aus dem galaktischen Zusammenspiel nicht mehr wegzudenken ist. Dennoch steht der Forschungs- und Entdecker-Gedanke weiterhin im Mittelpunkt.
- Die Menschheit wird häufig als die 5. Spezies bezeichnet. Dies geht auf eine Staffel-1-Episode zurück, in der ein Ort zu sehen ist, an dem die vier größten Völker der Galaxis zusammenkamen, um sich zu verständigen: die Asgard, die Antiker, die Nox und die Furlinger. Die Furlinger bekam man bis heute nie zu sehen. Beim ersten Aufeinandertreffen mit den Asgard offenbaren diese O’Neill, dass die Menschheit drauf und dran ist, die 5. Spezies zu werden.
- Die Antiker gelten als Erbauer des Gate-Netzwerkes. Sie haben die Stargates erschaffen, die Stadt Atlantis (aus Stargate: Atlantis) und die Destiny (das Erkundungsschiff aus Stargate: Universe).
- Nach der 5. Staffel Stargate SG-1 entschied sich Michael Shanks die Serie zu verlassen. Für ihn kam Corin Nemec als Jonas Quinn ins Team. Da Shanks in Staffel 7 zurückkehrte, musste Nemec allerdings wieder gehen.
- Richard Dean Anderson trat bereits zu Zeiten von Stargate SG-1 Staffel 8 kürzer, um sich um seine Tochter zu kümmern. Deshalb beförderte man O’Neill in den Rang eines Brigadier Generals, der an die Stelle von Hammond trat und fortan das Kommando über den Cheyenne Mountain hatte. Nach Staffel 8 war Andersons O’Neill nur noch in Gastrollen zu sehen.
- Ab Staffel 9 führt Farscape-Star Ben Browder das SG-1-Team als Lt. Colonel Cameron Mitchell an. Zu Team gesellte sich im Verlauf der beiden finalen Staffeln auch seine Farscape-Kollegin Claudia Black als Vala Mal Doran.
- Ab Staffel 8 verläuft die Handlung von Stargate SG-1 parallel zu Stargate: Atlantis Staffel 1, 2 und 3. Crossover und gegenseitige Bezugnahme auf die jeweils andere Serie verstehen sich von selbst. Dennoch lassen sich beide Serien gut getrennt verfolgen.
Muss man Stargate SG-1 gesehen haben?
Wie weiter oben bereits erwähnt, ist Stargate SG-1 für viele die Serie, die mit “Stargate” gemeint ist. Stargate SG-1 leistet den größten Beitrag zu diesem Universum und gilt als maßgeblich für den Aufbau der Lore.
Wer ins Stargate-Universum eintauchen möchte, bevor die neue Stargate-Serie kommt, sollte sich SG-1 auf keinen Fall entgehen lassen, da man davon ausgehen kann, dass Anspielungen für alteingesessene Fans mit großer Wahrscheinlichkeit häufig auf SG-1 Bezug nehmen.
Stargate: The Ark of Truth & Stargate: Continuum
Obwohl die Serie bereits 10 Staffeln lang lief, wurde Stargate SG-1 ziemlich plötzlich und überraschend abgesetzt. Die Beteiligten sprachen in der Vergangenheit schon häufiger davon, dass man jedes Jahr mit der Absetzung gerechnet habe, nicht jedoch nach Staffel 10. Man sei fest davon ausgegangen, Stargate SG-1 Staffel 11 zu drehen.
Um die Handlung zu einem Abschluss zu bringen und fortzuführen, sollten Jahr für Jahr 1 bis 2 Direct-to-DVD-Filme erscheinen. Den Anfang machten The Ark of Truth und Continnum. Doch der Direct-to-DVD-Markt brach damals bereits ein, das Streaming kam auf. Ein dritter Stargate SG-1-Film namens Stargate: Revolution wurde daher nie gedreht.
Sollte man die beiden Stargate-Filme gesehen haben?
Tatsächlich beendet The Ark of Truth den Ori-Story-Arc. Wer sich also einen Abschluss für einige der offenen Handlungsstränge aus der Stargate-Serie wünscht, sollte sich den nicht ganz unumstrittenen The Ark of Truth nicht entgehen lassen.
Continuum erzählt dagegen ein Zeitreise-Abenteuer. Auch hierin werden vergangene Handlungsstränge aufgegriffen, doch Continuum ist weitaus loser mit dem Serienuniversum verbunden als The Ark of Truth. Ob man den Film gesehen haben muss, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Doch wenn man schon alle 10 Staffeln SG-1 gesichtet hat, kann man die Zeit für diesen Film gewiss auch noch aufbringen. Anders herum macht es übrigens keinen Sinn The Ark of Truth und Continuum zu schauen und auf die Serie zu verzichten, da beide Filme eng mit der Serie verbunden sind und ohne Vorkenntnisse schlicht und ergreifend keinen Sinn ergeben.
Stargate: Atlantis – Aufbruch in eine neue Galaxie
Stargate: Atlantis ist das erste Spin-off von Stargate SG-1 und setzt am Finale von Stargate SG-1 Staffel 7 an, das den Titel “Die verlorene Stadt” trägt. In diesem Staffelfinale wird ein Außenposten der Antiker in Antarctica entdeckt, der Hinweise auf eine verlorene Stadt liefert: Atlantis.
Eine Expedition um Elizabeth Weir bricht auf, um Atlantis zu finden und ihm seine Geheimnisse zu entlocken. Stärker denn zuvor setzt man hierbei auf eine Mischung aus Militär und Zivilisten, denn der Forschungsgedanke steht im Mittelpunkt.
Als die Stadt droht, nur wenige Stunden nach ihrer Entdeckung endgültig vernichtet zu werden, bricht ein Team auf, um einen geeigneten Planeten zur Evakuierung zu finden. Es trifft auf das Volk der Athosianer, das kurz darauf von den Wraith angegriffen wird, einer Spezies, die sich von der Lebensenergie der Menschen ernährt und die gesamte Pegasus-Galaxie in Furcht und Schrecken versetzt. Die Anwesenheit der Erdlinge weckte die Wraith aus ihrem Tiefschlaf und sie haben Hunger.
Zum Glück kann die Vernichtung von Atlantis abgewendet werden, doch hiermit beginnt das Abenteuer: Es gilt sowohl diese mysteriöse Stadt als auch die Pegasus-Galaxie zu erforschen, wobei die Wraith und weitere Feinde an jeder Ecke lauern können.
Das solltet ihr über Stargate: Atlantis wissen
Stargate: Atlantis lief 5 Staffeln zu je 20 Episoden lang. Die Serie umfasst somit 100 Episoden und wurde ebenfalls sehr abrupt eingestellt. Entsprechend musste ein Finale schnell improvisiert werden, obwohl es bereits zahlreiche Ideen für Stargate: Atlantis Staffel 6 gab. Wie bei Stargate SG-1 wollte man anschließend mit Filmen an die Handlung anknüpfen, wobei man im ersten Film einige Ideen aus der ursprünglichen Staffel 6 verwertet hätte. Soweit kam es allerdings nie.
- Am Stargate: Atlantis-Cast änderte sich im Lauf der Zeit deutlich mehr als am SG-1-Cast. Der Maincast bestand in Stargate: Atlantis Staffel 1 aus Joe Flanigan als Major John Sheppard, David Hewlett als Dr. Rodney McKay, Torri Higginson als Dr. Elizabeth Weir, Rachel Luttrell als Teyla Emmagan und Rainbow Sun Francks als Lt. Aiden Ford.
- Rainbow Sun Francks wurde zu Beginn von Stargate: Atlantis Staffel 2 aus der Serie geschrieben und durch Jason Momoa als Ronon Dex ersetzt. Paul McGillion als Dr. Carson Beckett wurde in den Maincast befördert, nachdem er zunächst nur eine wiederkehrende Rolle hatte.
- Paul McGillion wurde am Ende von Staffel 3 aus der Serie geschrieben. Auch das Schicksal von Torri Higginsons Elizabeth Weir war kurz darauf besiegelt. Sie wurde zu Beginn von Staffel 4 aus der Serie geschrieben. Die Leitung über die Stadt übernahm daraufhin die von Amanda Tapping gespielte Sam Carter, die aus der abgesetzten SG-1-Serie übersiedelte. Paul McGillions Carson Beckett wurde durch die von Firefly-Star Jewel Staite gespielte Dr. Jennifer Keller ersetzt.
- Mit Staffel 5 änderte sich ein weiteres Mal, wer die Leitung über die Stadt hatte: Star Trek-Ikone Robert Picardo spielte bereits in Stargate SG-1 den Richard Woolsey, der in der fünften Season auf Sam Carter folgte.
- In Stargate: Atlantis ist nicht immer ganz klar, wer Freund und Feind ist. Mehr als bei SG-1 gibt es hier Grauzonen. Auseinandersetzungen innerhalb der Völker, Freund oder Feind, werden bei Atlantis stärker thematisiert, sodass die Erdlinge häufiger auch mal nur mit Splittergruppen einzelner Völker im Konflikt sind oder Allianzen eingehen.
- Die ersten drei Staffeln von Stargate: Atlantis verlaufen parallel zu den letzten drei Staffeln Stargate SG-1.
Muss man Stargate: Atlantis gesehen haben?
Für das Verständnis des Stargate-Universums ist Stargate: Atlantis weit weniger wichtig als Stargate SG-1. Dennoch bringt natürlich auch Atlantis eine Menge Informationen ins Spiel, die potenziell für eine neue Serie wichtig sein könnten. Da man jedoch den Balance-Akt meistern möchte, alte Fans und neues Publikum gleichermaßen anzusprechen, darf man davon ausgehen, dass das Wissen zwar nicht vorausgesetzt wird, sich alteingesessene Fans aber vermutlich über manch eine Anspielung freuen dürfen, deren Bedeutung sie in einem größeren Kontext erfassen als Neuzugänge.
Stargate: Atlantis kann weitestgehend ohne Kenntnis von Stargate SG-1 geschaut werden, allerdings fehlt bei einigen Episoden dann natürlich das Hintergrundwissen, etwa, wenn das Team plötzlich wieder auf der Erde ist oder Daniel Jackson in Staffel 5 kurzzeitig in Atlantis in Erscheinung tritt.
Stargate: Universe – Nach 2 Staffeln war Schluss
Auch wenn dies nicht direkt an Stargate: Universe liegt, so bezeichnen manche Fans die Serie als Nagel zum Sarg des Stargate-Universums. Mit Stargate: Universe schlug das Universum eine völlig andere Richtung ein und die stieß vielen Fans sauer auf.
Das Stargate spielte häufig nur noch eine untergeordnete Rolle. Man wechselte zu einem durchgängigen Plot, einem düsteren, weitestgehend humorlosen Ton und setzte auf eine “Wackelkamera”, die so manch einen Zuschauer seekrank machte. Vergleiche zum damals sehr erfolgreichen Battlestar Galactica ließen aufgrund dessen nicht lange auf sich warten. Dass Stargate: Atlantis abgesetzt und Stargate: Universe nahezu direkt in Auftrag gegeben wurde, führte zu der Annahme, Atlantis sei wegen Universe abgesetzt werden und sorgte dafür, dass Stargate: Universe erst recht die Wut vieler eingefleischter Stargate-Fans auf sich zog. Leider sehr zum Leidwesen des Casts, der sich – ohne etwas dafür zu können – Beleidigungen und Drohungen gegenübersah, was natürlich nie okay ist.

Nachdem Stargate: Atlantis den Sinn des 8. Chevrons aufdeckte, mit dem ein Tor in einer anderen Galaxis erreicht werden kann, lüftet Stargate: Universe im Auftakt das Geheimnis von Chevron 9. Als die Ikarus-Basis angegriffen wird, flieht das dortige Team bestehend aus Soldaten, Wissenschaftlern und weiteren Zivilisten durch das Tor, das zur Destiny führt, einem Antikerschiff auf einer zunächst unergründlichen Mission.
Dort kämpfen die Überlebenden des Angriffs auf die Ikarus-Basis ums Überleben – und gegeneinander. Denn die menschliche Psyche, die Konflikte untereinander und der Kampf um die Kontrolle auf der Destiny stehen im Mittelpunkt von Stargate: Universe.
Das gibt es zu Stargate: Universe zu wissen
Stargate: Universe setzte auf einen relativ großen Cast bestehend aus bekannten Schauspielern und relativen Newcomern. Robert Carlyle als Dr. Nicholas Rush und Louis Ferreira als Colonel Everett Young führen diesen Cast an, dem außerdem Brian J. Smith als Lt. Matthew Scott, Jamil Walker Smith als Sgt. Ronald Greer, Alaina Huffman als Tamara Johansen, Ming-Na Wen als Camile Wray, Elyse Levesque als Chloe Armstrong und David Blue als Eli Wallace angehören.
- Stargate: Universe umfasst zwei Staffeln zu je 20 Episoden. Das Ende ist offen – Stargate: Universe Staffel 2 endet also mit einem Cliffhanger.
- Der viel kritisierte Ton der Serie ändert sich gegen Ende von Staffel 2, sodass so manch ein Altfan doch noch Hoffnung schöpfte, der die typische Stargate-Atmosphäre vermisste, allerdings sollte es dann eben doch nicht weitergehen.
- Es gibt Crossover mit Stargate SG-1 und Stargate: Atlantis, die Geschichte kann aber weitestgehend ohne Vorkenntnis der beiden anderen Serien geschaut werden.
Muss man Stargate: Universe gesehen haben?
Diese Frage ist tatsächlich schwer zu beantworten und hängt gänzlich davon ab, inwiefern eine neue Stargate-Serie das Universum weiterspinnt. Entweder ist man da zu gezwungen Universe weitestgehend oder gar komplett zu ignorieren oder man löst die Handlung aus Stargate: Universe in irgendeiner Weise auf.
Wenngleich der Einstieg in Stargate: Universe relativ einfach ohne Kenntnis der anderen Serien möglich ist, schlägt die Serie doch eine Richtung ein, die einige grundlegende Thematiken ins Stargate-Universum einbringt, auf deren Auflösung wir weiterhin warten.
Was ist Stargate Origins?
Stargate Origins war eine Webserie, die später zu einem Film zusammengeschnitten wurde. Diese Serie wurde in einer Zeit auf den Markt gebracht, in der die Fans sehnlichst auf neues Material gehofft hatten, sich aber offenbar niemand darauf festlegen wollte, ein teures neues Serienunterfangen zu starten.

Stargate Origins ist von vielen Stargate-Fans verhasst (DEUTLICH mehr als Stargate: Universe), was vor allem an der Low-Budget-Qualität des Projektes liegt. Aber auch die Handlung konnte viele nicht vom Hocker hauen, denn in der Serie bricht eine junge Catherine Langford durch das Stargate auf, um ihren Vater zu retten. Zwar fügt sich diese Geschichte dann durchaus logisch in den Canon ein und schlägt die Brücke zwischen Film und Serie, doch überzeugen konnte das Format die wenigsten.
Vermutlich ist damit die Frage danach, ob man Stargate Origins gesehen haben muss, auch schon beantwortet. Bis Stargate Origins gedreht wurde, hatten vermutlich nicht einmal diejenigen, die der Serie gegenüber gütig gestimmt sind, das Gefühl, eine solche Geschichte müsse existieren oder erzählt werden. Entsprechend kann man sich Stargate Origins getrost schenken. Möchtet ihr die Serie dennoch sehen, könnt ihr sie lediglich digital abrufen, etwa hier*. Gelegentlich wird sie auch im Fernsehen gezeigt.
Und da wäre noch Stargate: Infinity
Schon mal von Stargate: Infinity gehört? Nicht? Keine Sorge, ihr habt nichts verpasst. Stargate: Infinity ist eine Animationsserie, die im Jahr 2001/2002 erstmals erschien und gelegentlich noch immer auf DVD erstanden werden kann.
Die Serie ist vom damaligen Zeitpunkt aus in der Zukunft angesiedelt und erzählt die Geschichte von Gus Bonner und seinem Team, das durch die Galaxie reisen muss, um es wieder nach Hause zu schaffen.
Stargate: Infinity hat so gut wie gar nichts mit den anderen Serien gemeinsam und die Geschichten wirken teilweise sehr, sehr kurios. Und fragt erst gar nicht, was das Format aus den Antikern gemacht hat ….
Kann man auslassen? Auf jeden Fall!
Stargate: Die richtige Reihenfolge
Möchtet ihr euch in die vorhandenen Stargate-Abenteuer stürzen, bevor die neue Stargate-Serie kommt? Dann habt ihr zum einen natürlich eine Menge vor euch, zum anderen fragt ihr euch vielleicht in welcher Reihenfolge ihr schauen solltet.
Lassen wir Stargate Origins und Stargate: Infinity außen vor, empfiehlt sich die folgende Stargate-Reihenfolge:
- Stargate (Kinofilm von 1994)
- Stargate SG-1: Staffel 1 – Staffel 7
- Stargate SG-1: Staffel 8 – New Order Teil 1 & Teil 2 (Staffelauftakt)
- Stargate: Atlantis: Staffel 1 – Rising Teil 1 & Teil 2 (Staffelauftakt)
- Stargate SG-1 Staffel 8 und Stargate: Atlantis Staffel 1 parallel bis …
- Stargate SG-1: Staffel 8 – Moebius Teil 1 & Teil 2 (Staffelfinale)
- Stargate: Atlantis: Staffel 1 – The Siege Teil 1 & Teil 2 (Staffelfinale) sowie Stargate: Atlantis Staffel 2 – The Siege Teil 3 (Staffelauftakt)
- Stargate SG-1: Staffel 9 und Stargate: Atlantis Staffel 2 abwechselnd
- Stargate SG-1 Staffel 10 und Stargate: Atlantis Staffel 3 abwechselnd (mit Ausnahme des Staffelfinales von SGA Staffel 3)
- Im Anschluss an Stargate SG-1 Staffel 10 direkt Stargate: The Ark of Truth
- Stargate: Atlantis Staffel 3 – First Strike (Staffelfinale)
- Stargate: Atlantis Staffel 4
- Stargate: Continuum
- Stargate: Atlantis Staffel 5
- Stargate: Universe Staffel 1 & Staffel 2
Bei Staffeln, die ihr weitestgehend abwechselnd durchschauen könnt, empfiehlt es sich, die Mehrteiler nicht zu trennen, also bspw. zuerst einen Stargate SG-1-Mehrteiler im Gesamten, dann den Stargate: Atlantis-Mehrteiler im Ganzen.
Solltet ihr Stargate: Origins tatsächlich einplanen, müsstet ihr die Folgen, die heutzutage als Film Stargate: Origins – Catherine* zur Verfügung gestellt werden, tatsächlich mitten im Kinofilm schauen. Nach der Entdeckung des Stargates in Ägypten in den ersten Minuten müsstet ihr also eine Pause einlegen, Stargate: Origins schauen und dann im “Hier und Jetzt” mit dem Film weitermachen.
Manche empfehlen, Stargate: Origins noch vor dem Kinofilm zu schauen, doch davon halte ich persönlich wenig, da man ohne jegliche Vorkenntnis zum Inhalt und den Charakteren von Origins überhaupt keinen Bezug hat. Eine Sichtung im Anschluss an den Kinofilm würde dahingehend noch eher Sinn ergeben, sozusagen als Rückblick auf das, was im Kinofilm nicht erzählt wurde.
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