Lesestoff für jugendliche Science-Fiction-Fans gesucht? Als ich vor vielen, vielen Jahren noch in der Zielgruppe der Jugendbuchreihe “Geheimauftrag für dich, Mark Mega und Phantom” war, besaß ich nur 4 der 18 (bzw. 19) Bücher. Die waren eben auch nicht gerade günstig.
Vor ein paar Jahren erlaubte ich mir dann den Spaß, schoss sie mir günstig in einer Online-Auktion und las sie der Reihe nach durch. Die vier sci-fi-lastigsten Titel der Reihe habe ich mir mal geschnappt und möchte sie euch hier in aller Kürze vorstellen. Los geht es mit einer UFO-Entführung.
Die Bewertungen habe ich immer unter dem Aspekt vorgenommen, dass es sich eben um ein Jugendbuch handelt und möglichst versucht, meine “erwachsene” Perspektive außen vor zu lassen.
Entführt von einem UFO

Der Band “Entführt von einem UFO“* geht schön mysteriös los. Die Vorkommnisse in dem kleinen Ort, in dem Mark ermittelt, sind äußerst merkwürdig und irgendwie deutet zunächst doch alles auf Aliens hin. Bis zu einem gewissen Punkt fragt man sich wirklich, wie die Geschichte aufgelöst werden soll, ohne tatsächlich Aliens ins Spiel zu bringen.
Zur eigentlichen Auflösung möchte ich an dieser Stelle nichts verraten, doch die konnte ich – entgegen manch späteren Auflösungen – dann durchaus noch durchaus logisch nachvollziehen. Wie bei den Büchern üblich wird der Fall am Ende aber ziemlich flott aufgelöst, manchmal auch zu flott, bedenkt man, wie viele Seiten zunächst in den Aufbau der Handlung einfließen.
Mir persönlich war die Auflösung am Ende dann etwas zu direkt und ich hätte mir gewünscht, dass zumindest ein Hauch Zweifel bleibt – aber, gut, dass ist dann wohl wieder der erwachsene Leser, der da aus mir spricht, also lassen wir das ^^ Insgesamt fand ich diesen Fall gut gelungen und in sich rund, wenngleich etwas der Pfiff gefehlt hat. Daher nur 3 von 5 Sterne (5 Sterne vergebe ich selten, also no worries!)
Angriff aus dem Weltraum

Mit diesem Band hatte ich wirklich meine Probleme. Punkte gab es bei “Angriff aus dem Weltraum“* für Sympathie und den Mut, tatsächlich ins All vorzudringen. Abzüge dafür, dass die Geschichte schon sehr, sehr weit hergeholt ist.
Klar, wir reden hier über einen jugendlichen Geheimagenten, der die Schule schwänzt, um auf selbstmörderische Einsätze zu gehen, aber, ja, irgendwie ging mir das Buch dann zu weit mit den Ausführungen (und der Vorstellung, dass auch Phantom mit ins All fliegen sollte.)
Verschwunden im Internet

Auch bei “Verschwunden im Internet“* gab es von mir Punktabzug. Geht es nur mir so oder wurden die Fälle im späteren Verlauf der Reihe einfach immer abstruser?
Witzig ist natürlich aus heutiger Sicht, wie bei den anderen Mark Mega-Büchern auch, dass sie zwar weiterhin spannende Geschichten bieten, aus technologischer Sicht aber völlig veraltet sind. Internet und E-Mails werden erklärt, da sie zur damaligen Zeit einfach noch nicht verbreitet waren und auch in anderer Hinsicht sind die Bücher entsprechend nicht mehr ganz up to date.
“Verschwunden im Internet” fand ich vor allem aufgrund des Verhaltens der “Opfer” ziemlich kurios. Im ersten Moment funktioniert das noch. Im weiteren Verlauf wirkt es dann immer unglaubwürdiger. Wie lange sollen die denn ohne Nahrung und Wasser so dasitzen? So wirklich kam das für mich nicht rüber und auch die weiteren Spuren, die zu Marks Ermittlungen führten, waren nicht immer ganz nachvollziehbar. Schade eigentlich. Aus dem Thema hätte man durchaus was machen können.
Das gefährlichste Spiel der Welt

Zum Glück gab es zum Ende der Reihe hin wieder ein kleines Highlight. Mit “Das gefährlichste Spiel der Welt“* wurde etwas geschaffen, was man heutzutage als Escape-Room-Abenteuer bezeichnen könnte. Zudem wirkte dieser Band und der Grund dafür, weshalb Mark in Lebensgefahr schwebt, dieses Mal wieder deutlich glaubwürdiger als in einigen der vorangegangenen Bände.
Auch hier will ich nicht zu viel zur Auflösung oder zum Fall selbst sagen, um nicht zu spoilern, aber obwohl ein weiteres Mal durch das Finale gehetzt wurde, war diese plausibel, was den Fall selbst wiederum umso spannender macht.
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