London Film & Comic Con (LFCC)

0

Alles Wissenswerte über das Mega-Event in Europa: Tickets und Preise, Autogramme und Photo Shoots, Talks und Händler. 

Art des Events: Signing Event
Veranstalter: showmasters
Preise:
8 – 15 Pfund pro Tag
Location
: üblicherweise Earls Court 2 (2012: Olympia Grand Hall)
Zeitraum
: ca. Anfang bis Mitte Juli
Dauer
: 3 Tage
Angebot vor Ort:
Autogrammstunden, Photo Shoots, Talks, Händler, Cosplay, etc.

Website der London Film and Comic Con
Forum der London Film and Comic Con
Ticketshop der London Film and Comic Con


Bei der London Film and Comic Con handelt es sich um ein Signing Event. Abgehalten wird es einmal im Jahr. Üblicherweise dient der Earls Court 2 als Location, 2012 ist das aufgrund von Vorveranstaltungen der Olympischen Spiele aber die Olympia Grand Hall.

Seit dem Jahr 2011 handelt es sich um ein 3-Tages-Event.

Der Preview Friday dauert vom 18 – 21 Uhr und dient dazu, dass sich gerade Besucher, die zum ersten Mal eine LFCC besuchen, sich einen ersten Überblick über den Ablauf verschaffen können. Am Freitagabend ist bereits eine minimale Auswahl an Stars vor Ort und gibt Autogramme, wer also Samstag / Sonntag ein relativ dicht gedrängtes Programm hat, kann sich hier schon mal behelfen und sich das ein oder andere Autogramm besorgen.

Photo Shoots und Talks finden am Preview Friday noch nicht statt, doch ist ein Großteil der Händler bereits vor Ort und preist seine Waren an.

Samstag und Sonntag sind vollwertige Tage, bei denen man sich nur vor dem Ticketverkauf überlegen muss, ob man bereits ab 9 Uhr in die Halle möchte oder erst ab 11 Uhr. Dies spielt bei den Tickets und ihren Preisen eine kleine Rolle.

Tickets kann man vorab online oder dann vor Ort kaufen. Es empfiehlt sich sehr die Tickets vor ab online zu kaufen, da sich gerade bei großem Staraufgebot schnell lange Schlangen bilden und selbst, wenn man sich vor Ort ein sogenanntes Early Bird-Ticket kaufen möchte, man schnell weit nach 9 Uhr in die Halle gelangt.

Early Bird-Tickets erlauben den Eintritt ab Öffnung der Halle um 9 Uhr. Wer viel sehen möchte und jede Menge Autogramme und Photo Shoots hat, fährt mit einem Early Bird-Ticket auf jeden Fall auf der sicheren Seite, denn gerade Photo Shoots finden auch statt bevor die Standard-Tickets die Halle betreten dürfen! Standard-Tickets dürfen erst ab 11 Uhr in die Halle.

Buchbar sind also Early Bird-Tickets (12 Pfund pro Tag), Standard-Tickets (6 Pfund pro Tag), Wochenendtickets (24 Pfund inkl. Preview Friday) und Tickets für den Preview Friday (5 Pfund).

Ferner sind Familientickets verfügbar, ebenso wie Kindertickets (weitere Infos).

Außerdem sind Gold-Tickets verfügbar (175 Pfund pro Person). Diese bieten was den Komfort betrifft einige Vorzüge, aber sind nicht unbedingt notwendig, um alle vorgenommenen Programmpunkte auch einzuhalten.

Die Gold-Tickets bieten folgende Vorzüge:

  • extra Eintrittsschlange, die bei Öffnung als erstes eintreten darf
  • die Möglichkeit sich jederzeit in eine Autogramm- und Photo-Schlange zu stellen, da Gold Tickets nicht nach VQ-Ticketnummern aufgerufen werden
  • reservierte Plätze in den ersten Reihen der Talks (sofern möglich)
  • ein Paket an Autogrammen von vorangegangenen Conventions (Bei Ticketbestellung kann ein Interessensgebiet ausgewählt werden, z.B. „Star Wars“, „James Bond“, „Lord of the Rings“, etc. um für den Fan möglichst interessante Autogramme auszuwählen.)

Virtual Queuing Tickets sind für die Autogramme wichtig und müssen nicht gekauft, nur rechtzeitig abgeholt werden. Diese bekommt man von einem Helfer direkt vor dem Tisch mit den beschäftigsten Stars und sagen aus, wann man sich anstellen darf. Hat ein Gast einen äußerst großen Andrang, kann es passieren, dass er an diesem Tag oder auch an diesem Wochenende keine Open Q mehr bekommt, was bedeutet, dass man ohne das VQ-Ticket keine Möglichkeit hat, das Autogramm zu bekommen.

Mehr zum Thema Virtual Queuing Ticket finden Sie hier in unserem Con-Lexikon: VQ-Ticket

Für Autogramme gibt es entweder wie oben aufgeführt die Virtual Q oder eben Open Q. So viel zur Organisation des Anstehens, was auf jeden Fall eine Menge Zeit spart.

Bei Schauspielern mit großem, mittleren und besonders hohen Ansturm gibt es bereits einen Tisch, vor dem Tisch, an dem der Schauspieler und ein weiterer Helfer sitzen.

An diesem ersten Tisch zahlt man. Autogrammpreise werden vorher im Online-Forum bekannt gegeben, stehen aber auch nochmals auf den Schildern, an denen zumindest die Namen der Schauspieler zum Kenntlichmachen der entsprechenden Schlange und evtl. die VQ-Nummern angebracht sind.

Dem Crewmitglied am ersten Tisch sagt man wie viele Autogramme man möchte und zahlt die entsprechende Summe. Dafür erhält man einen kleinen Zettel, auf dem vermerkt ist, wie viele Autogramme man gekauft hat. An diesem Tisch liegen außerdem Bilder aus, die als Signiervorlagen dienen können. Das heißt, je Autogramm, das man bezahlt darf man auch eines dieser Bilder mitnehmen, muss aber nicht. Unterschreiben lassen darf man natürlich auch mitgebrachte oder vorher bei Händlern erstandene Bilder, ebenso wie andere mitgebrachte Dinge wie Poster, T-Shirts, DVD-Boxen, Sammlerstücke, etc.

Hat man seine Bilder ausgewählt und seine Autogramme bezahlt, so rückt man mit dem Rest der Schlange weiter vor, bis man am Tisch des Schauspielers angelangt ist, wo man dem Helfer, seinen Zettel mit der angegebenen Menge an Autogrammen gibt und sagt, ob man das Autogramm mit oder ohne Widmung möchte.

Dann trifft man den Schauspieler auch schon persönlich und kann je nach Ansturm kurz mit diesem reden und erhält seine Autogramme.

Bei manchen Schauspielern entfällt dieser erste Tisch, hier zahlt man beim Helfer, der neben dem Schauspieler sitzt und wählt auch hier die Autogrammvorlage aus.

Autogrammpreise: Bei der LFCC spielen sich die Autogrammpreise im Vergleich zu manch anderen Conventions in einem äußerst humanen Rahmen ab. Dies begründen die Veranstalter damit, dass sie selbst Sammler sind und wissen, wie sehr man sich über niedrige Preise freut, weshalb sie für die Fans diese auch stets so niedrig wie möglich halten werden.

Die Preise bewegen sich gewöhnlich zwischen 10 und 25 Pfund, wobei die meisten anwesenden Stars zwischen 10 oder 15 Pfund verlangen, 20 und 25 Pfund werden normalerweise bei langjährigen Serienhauptdarstellern angeschlagen.

Gelegentlich gibt es Ausreißer aus diesem 10 bis 25 Pfund-Schema. Dies sind dann meist Stars, die selten auf Conventions sind, äußerst viele Auftritte und / oder Serienhauptrollen haben und hatten und in Kategorien fallen, die sich jenseits von „gewöhnlichen“ Darstellern bewegen.

Photo Shoot-Preise sind oft identisch mit denen der Autogramme, oftmals aber auch 5 Pfund darunter angesiedelt. Die Photo Shoots sind etwa 23×15 cm groß und von der Qualität top und gehören zu den besten im Convention-Vergleich.

Photo Shoots können bereits online vorbestellt werden, was sich sehr anbietet, wenn man an dem Wochenende viel vor sich hat, da Photo Shoots vor Ort zu kaufen, je nach Schlange und wann man sich anstellt, locker eine Stunde dauern kann. Das kann viel wertvolle Zeit sein, die verloren geht.

Photo Shoot-Tickets sind mit einer Kategorie kenntlich gemacht, nach der man sich dann am Event vor der jeweiligen Photo Shoot Area aufstellt.

Je nach Ansturm auf den Star, reicht es aus, sich kurz vor dem Photo Shoot einzufinden, viel früher, lässt die Crew nicht zu, dass sich Schlangen bilden, meist nur zwei gleichzeitig – die für den aktuell laufenden Photo Shoot und die für den Photo Shoot danach.

Photo Shoot-Zeiten werden kurz vor dem Event online bekannt gegeben, weshalb es für Leute mit vielen Photo Shoots ratsam ist, sich mit Early Bird-Tickets auszustatten, da sie andernfalls Photo Shoots bereits verpassen.

Nicht jeder anwesende Star hat auch einen Photo Shoot. Diese werden aus Platz- und Zeitgründen auf die größeren Stars beschränkt, was nicht heißt, dass man bei anderen Schauspielern leer ausgehen muss. Die meisten Stars (zum Teil auch welche mit Photo Shoots) stehen während ihrer Autogrammstunde auch für Fotos am Tisch zur Verfügung. (weitere Informationen zu diesem Thema)

Photo Shoots werden noch am selben Tag etwa 4 bis 6 Stunden nachdem sie gemacht wurden, ausgelegt. Mittlerweile stehen Helfer mit Handschuhen bereit, die die ausgelegten Fotos, hat man sich mal gefunden, überreichen. Muss man vor Ausgabe der Photo Shoots los, kann man ein Formular ausfüllen, auf dem man sich so genau wie möglich beschreibt und woraufhin man für eine kleine Gebühr das Foto nach dem Event zugeschickt bekommt.

Die meisten Talks sind unbezahlt, jedoch braucht man aufgrund der limitierten Anzahl an Plätzen ein Ticket. Dieses holt man sich möglichst in der Früh am Tisch vor der Talk Area ab. Man kann natürlich auch für mehrere Talks Tickets holen.

Ca. 10 bis 15 Minuten vor Talkbeginn geht es normalerweise mit dem Aufstellen los. Es herrscht freie Platzwahl, was bedeutet: First come, first serve-Basis. Wer später kommt, muss sich eben mit schlechteren Plätzen abfinden. Gold Tickets haben reservierte Plätze in den ersten Reihen.

In den Talks hat man die Gelegenheit den Stars Fragen zu stellen, die diese dann beantworten. Die Talks dauern in der Regel 45 Minuten.

Manche Talks sind bezahlt, was sich aufgrund der hohen Gage mancher Darsteller oder des zu großen Ansturms gar nicht anders machen lässt. Hier empfiehlt es sich, die Tickets vorher online zu kaufen, da die Wahrscheinlichkeit vor Ort noch Tickets zu erhalten sehr gering ist.

Da die LFCC als Signing Event konzipiert ist und ebenso als Börse, machen neben den Stars die Händler einen Großteil des Angebots aus. Wer gerne Merchandise kauft, sollte deshalb rechtzeitig vor der Con anfangen zu sparen, denn die Händler haben wahnsinnig viel im Angebot, teils auch echte Raritäten.

Meistens sind auch zwei bis drei Händler anwesend, deren Stände hauptsächlich aus Bildern bestehen, die als Signiervorlage dienen können. Wer also ein bestimmtes Motiv sucht oder sich lieber ein Bild selbst aussucht ohne darauf angewiesen zu sein, was eventuell an den Tischen bei den Stars ausliegt, der kann hier zuschlagen. Die Bilder sind relativ günstig und kosten für Spitzenqualität ca. 1-3 Pfund. Je mehr man nimmt, desto billiger wird’s, denn die Händler geben oft satte Rabatte.

Auf der LFCC gibt es eher weniger Workshops, jedoch halten gerade im Cosplay- und Comic-Bereich oftmals auch Fans Vorträge, in denen sie Tipps zum Erstellen eines Kostüms, von Cosplay-Waffen oder auch Perücken geben.

Cosplay spielt eine wichtige Rolle, egal, ob die Fans nun als ihre liebste Manga-Figur verkleidet kommen oder als imperiale Sturmtruppe aus „Star Wars“. Wer sich hier traut, ein Kostüm zu tragen, ist damit sicherlich nicht allein und findet schnell Anschluss unter Gleichgesinnten.

Kostümclubs wie die 501st Legion, die Mandalorian Mercs oder auch die Star Warriors sind hier vertreten, um sich zu repräsentieren, die Fans zu unterhalten und Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Sie stehen jederzeit für Fotos zur Verfügung, aber auch Cosplayer, die keinem Kostümclub angehören freuen sich, wenn man sie nach einem Foto fragt, ob von ihnen oder mit ihnen.

Zudem gibt es jährlich einen Cosplay-Contest, auch gibt es eine Ecke mit Videospielen und Media, wo unter anderem Filmtrailer gezeigt werden.

Ticketpreise: 9 von 10 Punkten
Abzug gibt es hier für die Gold Tickets, die eher Prestige-Objekt sind, als dass sie einem allzu viele Vorteile einbringen.

Gäste Line-up: 10 von 10 Punkten
Die LFCC liefert jedes Jahr ein super Line-up das Hauptdarsteller und Nebendarsteller aus verschiedenen Serien wie „Star Trek“, „Stargate“, „Farscape“, „Doctor Who“, etc. gut durchmischt. Mittlerweile werden auch andere Genres mehr eingebracht und Darsteller reichen hin bis zu bekannten Filmschauspielern.
Auch der Comic-Bereich wird immer besser abgedeckt, weshalb die LFCC ihrem Namen mehr und mehr alle Ehre macht und somit für jeden etwas geboten ist.

Autogrammpreise: 10 von 10 Punkten
Äußerst fair gehalten. So schnell kommt gegen diese Preise keine andere Veranstaltung an und je nach Wechselkurs kann man hier gerade als Fan aus der €-Zone noch so richtige Schnäppchen machen, da es kaum Cons auf dem Festland gibt, die die Preise der LFCC unterbieten.

Photopreise: 10 von 10 Punkten
Hier gilt dasselbe wie bei den Autogrammpreisen.

Ablauf Autogramme: 10 von 10 Punkten
Hier gibt es nichts zu meckern. Zwar ist das VQ-System evtl. etwas verwirrend, wenn man zum ersten Mal damit konfrontiert wird, doch dauert es nicht lange, sich einzufinden und dann gibt es kein besseres System als dieses.

Ablauf Photos: 9 von 10 Punkten
Die Photos könnten etwas besser laufen. Alles ist gut ausgeschildert, aber leider muss man gerade, wenn man zum ersten Mal auf der LFCC ist, immer wieder hin und nachfragen, wann man dran ist.

Talks: 7 von 10 Punkten
Abzug gibt es hier vor allem wegen der Paid Talks, also den Talks, die bezahlt werden müssen. Diese sind im Verhältnis zu den Autogrammen und Photos oft mit Preisen versehen, die einen zunächst ordentlich schlucken lassen. Außerdem ist es ein allgemein bekanntes Problem der LFCC, dass die Akustik aufgrund des überall um die Talk Area herum herrschenden Trubels relativ schlecht ist, so dass die Schauspieler manchmal nachfragen müssen, um die Fragen beantworten zu können. Findet die LFCC im Earls Court statt haben Digitalkamera-Bilder üblicherweise alle einen Gelbstich.

Organisation gesamt: 10 von 10 Punkten
Über die Organisation kann man überhaupt nicht motzen. Alles ist äußerst gut ausgeschildert und wenn man Fragen hat, die der erste Ansprechpartner nicht beantworten kann, wird man höflich gebeten, einen Moment zu warten, bis der entsprechende Helfer gefunden wurde. Also kein Hin- und Hergehetze, bis man endlich jemanden gefunden hat, der helfen kann.

Support: 8 von 10 Punkten
Der Support läuft größtenteils über das Online-Forum. Hat man Fragen und schickt diese per E-Mail ans Office, muss man öfters mal einige Zeit warten, da der Veranstalter natürlich ziemlich viel um die Ohren hat.
Stellt man seine Fragen im Forum werden diese eigentlich immer beantwortet. Die Moderatoren und das Team sind sehr hilfsbereit und helfen sofort aus – wenn nicht schon ein hilfsbereiter Fan vorher die korrekte Antwort geliefert hat, denn das ist hier an der Tagesordnung. Fans, die schon lange die LFCC besuchen helfen gerne Mal bei Fragen von Neulingen oder schicken einen bei Problemen in die richtige Richtung.

Ambiente / Atmosphäre: 9 von 10 Punkten
Wer Cosplayer ist oder Fan, der den Trubel mag, wird die LFCC lieben. Wer jedoch schnell gestresst ist, wird wohl öfter mal vor die Tür müssen, um Luft zu schnappen, da dieses Mega-Event mit seinen 10.000 – 15.000 Besuchern pro Tag einfach Zeit und Geduld erfordert.

Fan-Aktivitäten: 6 von 10 Punkten
Leider der schlechteste Teil der LFCC. Hier könnte wesentlich mehr geboten werden. Mehr Contests, mehr Fanveranstaltungen, wie Infostände zu Fan-Websites, etc.

Cosplay: 10 von 10 Punkten
Hier sieht man alles. Wer sich von Kostümen begeistern lassen kann oder selbst eines trägt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Gesamtwertung: 9 von 10 Punkten

 

 

 

 

 

 

Nicole Sälzle schreibt seit 2005 für Stargate-Project.de und legte damit den Grundstein für ihre Zukunft. Ihre jahrelange Erfahrung im redaktionellen Umfeld nutzte sie als Sprungbrett - erfolgreich. Mittlerweile schreibt die studierte Übersetzerin und Dolmetscherin für namhafte Newssites im Bereich Film & Serien. Unter dem Titel "Der Verlorene Sektor" bringt sie ihre eigene Sci-Fi-Romanreihe raus.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here