FedCon

0

Die FedCon ist die größte Veranstaltung dieser Art in Europa, lässt man Signing Events außen vor. Die findet jährlich mittlerweile in Düsseldorf und über vier Tage hinweg statt und stellt ein Gäste-Line-up aus verschiedenen Sci-Fi-Serien und -Filmen zusammen, weshalb es auch Nicht-Trekkies in Scharen dort hinzieht.

 

Art des Events: Wochenend- / Themen-Event
Veranstalter: FedCon GmbH
Preise: ab 109 Euro
Location: Maritim Hotel, Düsseldorf
Zeitraum: ca. zwischen Anfang und Ende Mai
Dauer: 4 Tage
Angebot vor Ort: Talks, Autogramme, Photo Shoots, Cosplay, Workshops, etc.

 

Offizielle FedCon-Seite
FedCon Forum


Die FedCon lockt jährlich ca. 5000 Besucher nach Düsseldorf, die dort ihre Lieblingsstars aus Sci-Fi-Film und -TV kennen lernen wollen.

Tickets kann man am Mittwoch oder dann an den jeweiligen Con-Tagen abholen und erhält mit seinem Ticket noch ein Goodie-Bag mit Flyern, Kugelschreibern, etc.

Die FedCon besteht zum größten Teil aus Panels und Fans, die mit ihren aufwändigen Kostümen durch die Gänge huschen. Autogramme und Photo Shoots spielen hier eindeutig eine Nebenrolle.

Wochenendtickets kosten 109 Euro. Wer Mitglied im OSTFC, dem Offiziellen Star Trek Fan Club ist, erhält 10 Euro Rabatt auf sein Wochenendticket.

Tageskarten sind üblicherweise erst relativ kurz vor dem Event erhältlich und ebenso am Event, sollte dieses nicht ausverkauft sein.

Wer es noch etwas exklusiver möchte kann sich ein Gold Ticket buchen (499 Euro). Das Gold Ticket enthält ein Autogramm je Gaststar, ein T-Shirt, ein Lanyard und während der Panels einen Sitzplatz in den ersten Reihen.

Vor Ort erhält man außerdem ein Con-Badge sowie ein Armband. Auf beides ist genauso gut Acht zu geben, denn man benötigt beides um Zutritt zur Con zu erhalten!

 

Im Verhältnis zur Größe der Convention und der Anzahl der Gaststar gibt es relativ wenig Autogrammstunde. Die Autogrammstunde findet üblicherweise Samstag und Sonntag statt. Große Gäste wie zum Beispiel in den letzten Jahren Richard Dean Anderson und William Shatner sitzen aufgrund des Ansturms in einer einzelnen Autogrammstunde.

Autogrammpreise belaufen sich je nach Gast in der Regel auf ca. 20-30 Euro. Bei Autogrammen von größeren Gästen wird in der Regel gerne der Preis gewaltig nach oben geschraubt, so dass man gut und gerne Mal für ein Autogramm 60-80 Euro liegen lässt.

Zutritt zur Autogrammstunde erhalten zuerst Gold Ticket-Inhaber, dann die Besitzer von Wochenendtickets, bevor auch die Tageskarten-Inhaber in die Autogrammstunde gelassen werden. Dies läuft nach Nummer auf dem Con Badge ab.

 

 

Photo Shoots werden erst vor Ort bekannt gegeben, sprich, Termine, ebenso wie, welche der Gäste überhaupt für Fotos bereit stehen.

Gezahlt werden die Photo Shoots vor dem Fotoraum. Es wird also zuerst für den entsprechenden Photo Shoot angestanden, dann zahlt man und lässt sein Photo mit dem Gast machen.

Die Photo Shoots werden am späten Nachmittag / Abend ausgegeben und sind mittlerweile gegen einen Aufpreis auch nach dem Event als JPEGs erhältlich.

 

 

Bei den Talks stehen die Stars den Fans Rede und Antwort, in Einzelpanels aber auch in Gruppenpanels, je nachdem wie viele Gäste von einer Serie vor Ort anwesend sind und sich zeitlich ein Gruppenpanel anbietet.

Im Saal ist ein Mikrofon aufgebaut, an das man treten kann, um dem Schauspieler seine Frage(n) zu stellen. Da meist mehrere Leute anstehen, sollte man aber nicht mit allzu vielen Fragen aufwarten.

Im Saal gibt es Sitzplatznummern, so dass jeder der ersten Besteller seinen festen Sitzplatz hat. Gerade wenn es um Talks größerer Gäste geht, haben vor allem Tagestickets keinen Anspruch auf einen Sitzplatz, aber auch Fans mit Wochenendtickets im hohen Nummernbereich müssen um einen Sitzplatz bangen!

Zudem gibt es noch einen zweiten, kleineren Saal, in dem parallel Panels kleinerer Gäste abgehalten werden, ebenso wie Vorträge zum Thema Sci-Fi und Fantasy.

 

 

Vor Ort gibt es einen Händlerraum. Hier kann man Signiervorlagen für die Autogrammstunde kaufen, aber auch Merchandise zu diversen Serien und Filmen erstehen.

 

Vorträge gehören zur FedCon fest dazu. Hier erläutern Experten wie Hubert Zitt und Robert Vogel, die Differenzen zwischen Science und Fiction, berichten von „Stargate“-Setbesuchen, erklären, weshalb die Technologie aus „Star Trek“ eher umsetzbar ist als die aus „Star Wars“ und über allerhand Kurioses aus dem Fandom.

Cosplay gehört ebenso dazu. Gut die Hälfte der Conbesucher tragen zumindest eine Uniform. Auch wird jedes Jahr ein Kostümwettbewerb ausgerichtet, bei dem die Teilnehmer mit einer kleinen Showeinlage und ihren selbstgemachten Outfits um die Auszeichnung kämpfen, das beste Kostüm zu haben.

Workshops werden je nach Interesse und Kreativität der Fans angeboten. Es lohnt sich, sich vorher im Forum zu erkundigen, welche Workshops stattfinden.

Zudem finden immer wieder Ausstellungen mit Sci-Fi-Kunstwerken / Fan Art, etc. statt.

 

 

Ticketpreise: 6 von 10 Punkten
Ticketpreise sind für ein viertägiges Wochenend-Event in Ordnung, allerdings ziehen sie in den letzten Jahre kräftig an und Tagestickets haben scheinbar keinen Anspruch auf einen Sitzplatz im Hauptsaal, oftmals müssen auch Wochenendtickets bangen, überhaupt noch reingelassen zu werden oder zumindest einen guten Sitzplatz zu erhaschen.

Gäste Line-up: 8 von 10 Punkten
Die Gäste sind längst nicht mehr auf „Star Trek“ beschränkt und bilden eine gute Mischung aus diversen Sci-Fi-Serien und -Filmen.

Autogrammpreise: 4 von 10 Punkten
Die meisten Autogramme sind schlicht überteuert. Zwar werden für manche Autogramme gerade mal 15 Euro verlangt, andere hauen mit 30 oder 35 Euro kräftig rein, und schockieren tun vor allem Preise wie 80 Euro für die großen Stars, die im Vergleich auf anderen Events deutlich weniger verlangen.

Photopreise: 1 von 10 Punkten
Auch die Photo Shoot-Preise sind mit oftmals 20-30 Euro richtig heftig, vor allem, wenn man das Drumherum bedenkt. Unfreundliche Fotografen (und teils Helfer), die den Fan anschnauzen, dass es nicht schnell genug geht. Dabei hat man oftmals nicht einmal die Möglichkeit dem Star „Hallo“ zu sagen, geschweige denn noch kurz zu überprüfen, wie man denn steht oder schaut. Posen nicht möglich. Und die Qualität der Fotos lässt dann erst richtig zu wünschen übrig. Es wird nicht kontrolliert, ob die Brille spiegelt, die Frisur einen Schatten über die Augen wirft oder die Augen gar geschlossen sind. Bilder auf denen Star und Fan diagonal abgelichtet sind, werden dann als „künstlerische Freiheit“ gepriesen.

Ablauf Autogramme: 5 von 10 Punkten
Mittlerweile wohl besser organisiert, wie noch vor ein paar Jahren, aber mit hohen Zahlen bei den Wochenendtickets sowie mit Tagestickets muss man damit rechnen, nicht mehr eingelassen zu werden.

Ablauf Photos: 1 von 10 Punkten
So geht man mit den Fans (die immerhin zahlende Kunden sind) einfach nicht um. Siehe oben.

Talks: 8 von 10 Punkten
Bei den Talks ist ein Mikro im Saal, so dass jeder die Möglichkeit hat, hin zu gehen und seine Frage zu stellen. Abzug gibt es dafür, dass oft so viele Panels (dann auch noch mit Autogrammstunde und Photo Shoots) nebeneinander laufen, dass man zwangsläufig einiges verpasst, gelegentlich muss man sich sogar zwischen Panels von Stars aus der gleichen Serie entscheiden, was dann natürlich unglücklich ist.

Organisation gesamt: 4 von 10 Punkten
Die Organisation – gerade vor Ort – ist ein großes Chaos. Uninformierte Helfer, die einen vom einen zum anderen schicken. Programmänderungen, die nicht weitergegeben werden, etc. Zwar versucht man nun mit Twitter ein Netzwerk zu schaffen, in dem jeder auf der Con zu jeder Zeit informiert ist, doch hat eben nicht jeder Congänger Twitter oder erfährt dies dann auch von jemandem mit Twitter.

Support: 1 von 10 Punkten
Für den Support ist hauptsächlich das Online-Forum der FedCon da. Doch scheinbar sollten Anfänger hier besser keine Fragen stellen, da von Seiten des Veranstalters dann gerne mal Kommentare kommen, die besagen, dass die Antwort auf diese ja offensichtlich sei und er besseres zu tun habe, als sich um diese Fragen zu kümmern.
Auch von Moderatoren und fleißigen FedCon-Anhängern kommen gerne bissige Bemerkungen. Kritik darf kaum geäußert werden, außer diese wird in zig Lagen Wiedergutmachungslob eingebettet. Andernfalls kann man sich in den meisten Fällen warm anziehen.

Ambiente / Atmosphäre: 8 von 10 Punkten
An sich ist die Atmosphäre auf der FedCon das, was man sich als Fan vorstellt. Jede Menge Nerds und Kostümierte, die gerne mal ein Foto von und mit sich machen lassen. Die Gäste bringen dann noch den Celebrity-Faktor hinzu, so dass sich Sammler auf jede Menge Autogramme und Photos freuen können.
Getrübt wird das Ambiente von der Tatsache, dass, wer Panels und Autogramme / Photo Shoots mitmachen möchte, ziemlich stressresistent sein muss.

Fan-Aktivitäten: 7 von 10 Punkten
Es gibt Experten- und Fan-Vorträge, Workshops, Ausstellungen. Hier ist also gut dafür gesorgt. Lediglich die Ausschilderung von Workshops und der Informationsfluss hier könnte deutlich besser sein.

Cosplay: 10 von 10 Punkten
Vor Ort gibt es jedes Jahr allerhand Cosplay. Die Kostüme sind bunt durchgemischt, weshalb man nicht nur die Möglichkeit hat, einen Trekkie nach einem Foto zu fragen, sondern auch „Stargate“- und „Star Wars“-Fans, ebenso wie Cosplayer im „Babylon 5“-, „Mass Effect“- oder „Firefly“-Outfit.

Gesamtwertung: 5,25 von 10 Punkten

 

 

 

 

Nicole Sälzle
Nicole Sälzle schreibt seit 2005 für Stargate-Project.de und legte damit den Grundstein für ihre Zukunft. Ihre jahrelange Erfahrung im redaktionellen Umfeld nutzte sie als Sprungbrett - erfolgreich. Mittlerweile schreibt die studierte Übersetzerin und Dolmetscherin für namhafte Newssites im Bereich Film & Serien. Unter dem Titel "Der Verlorene Sektor" bringt sie ihre eigene Sci-Fi-Romanreihe raus.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here