Darth Vader: Schatten und Geheimnisse geht in die Finalrunde. Im Comic #12 sind die Teile 5 und 6 enthalten und bringen dieses eher ernüchternde Kapitel zu Ende.
Vader holt zum großen Schlag aus, auch gezwungener Maßen. Während das Imperium gegen die ihnen unbekannte Diebin Doctor Aphra ermittelt und vorgeht und die Plasma-Teufel urplötzlich wieder eine größere Rolle spielen, nachdem sie beinahe in Vergessenheit geraten waren, muss Vader seine Pläne und Doctor Aphra eben jener Pläne zu Gute schützen.
Meine Meinung zu Star Wars #12 – Darth Vader: Schatten und Geheimnisse
Wie der Rest dieser Storyline hat mich auch das Finale von Darth Vader: Schatten und Geheimnisse nicht gerade umgehauen. Zu viele Intrigen, die teils von Anfang an laufen, teils beendet werden oder noch weiter laufen, sorgen dafür, dass die ganze Sache sehr, sehr unübersichtlich ist, selbst wenn man auf solche Netzwerkspinnereien abfährt. Jeder gegen jeden und jeder eingeschnappter oder intriganter als der andere.
Inzwischen gibt es zudem eine Flut an Charakteren, bei denen man nur noch schwer durchblickt, einer scheint wichtiger als der andere zu sein. Jeden muss man als Kopf von irgendetwas kennen, plötzlich sind sie tot oder in Vergessenheit geraten.
Scheinbar verstrickt man sich dann hier selbst in seine eigenen Spielereien. Wurde zwei Comics zuvor noch durch Aphras Truppe ein Asteroide dazu genutzt, einen Frachter zu überfallen, wundert sie sich in diesem Comic darüber, dass Asteroiden überhaupt gesteuert werden können – sollte sie damit nur ihre eigene Kenntnis überspielt haben (was durchaus möglich ist) wird das in diesem Comic nicht besonders gut zur Geltung gebracht.
Dabei fehlt es häufig an Tiefgang und statt die Charaktere wirklich auszubauen, setzt man lieber auf vermeintlich eindrucksvolle Action, Explosionen und Charaktertode. In der Reihe wird wieder und wieder rücksichtslos durchgeschnetzelt, was teils selbst für Vader schon fast zu extrem wirkt, geschweige denn für Aphra.
3 von 5 Sterne