Star Wars Comic Marvel 04 Darth Vader

Mit Darth Vader beginnt innerhalb der Star Wars-Comic-Reihe von Marvel eine neue Storyline und doch ist alles miteinander verbunden. Denn wenngleich nach #3 mit Skywalker schlägt zu! zunächst Schluss war, hängen beide Handlungsstränge eng beisammen.

Nach der Konfrontation zwischen Vader und Luke setzt Vader alles daran, Luke zu finden. Der Fokus verschiebte sich also massiv in Richtung Darth Vader, wie auch der Titel der neuen Storyline schon offenbart. Entsprechend erlebt man deutlich mehr aus Perspektive von Vader, wie das in der Originaltrilogie jemals der Fall war.

Meine Meinung zu Star Wars #04 – Darth Vader

Einerseits ist es ganz schön, einmal tiefer in die andere Seite einzutauchen. Wo die Filme doch zumeist den Schwerpunkt auf die Helden legen und insbesondere Rogue One und die Serie Andor erstmals auch die Vorgänge innerhalb des Imperiums für den Mainstream näher beleuchteten, bietet diese Comic-Reihe eine nette Ergänzung dazu, wenngleich man sich nochmals in völlig anderen Machtkreisen bewegt – ganz oben, wo noch mehr Ellbogen gefragt sind als in den Kreisen, die in Rogue One und Andor beleuchtet werden.

Es wird immer deutlicher dass Vader seine eigenen Pläne verfolgt und es fühlt sich mehrfach so an, als ob man zeigen möchte, dass ihm am Ende von Rache der Sith bereits klar wurde, dass er einen Fehler begangen hat, aber eben auch nicht zurück kann. Gefangen durch Palpatines Versprechen und seine eigenen Fehler ist Vader getrieben davon, sich ein klein wenig Freiraum innerhalb seines goldenen Käfigs aufzubauen, den er insbesondere durch den Schrecken, den er verbreitet, erschuf.

Allerdings bin ich nach wie vor nicht ganz davon überzeugt, dass Vader als Hauptfigur wirklich eine gute Idee ist. Oder wie Gareth Edwards einst sagte: Vader nutzt man am besten in kleinen Dosen. Eine gesamte Comic-Reihe auf ihm aufzubauen, wirkt dagegen wie Overkill und nimmt auch ein wenig die Faszination an diesem Charakter, der vor allem deshalb funktionierte, weil man eben nie genau wusste, was hinter der Maske vor sich ging.

Was hinter der Maske vor sich ging, dass es für Vader plötzlich okay ist, nach Tatooine zu reisen, ist auch nicht ganz so ersichtlich. Stets wurde damit gespielt, dass Luke nur deshalb in Sicherheit war, weil Vader niemals auf Tatooine suchen würde (obwohl er wusste, dass er dort Verwandschaft hat) und nun reist er einfach so auf die Staubkugel? Das entkräftet irgendwie die Sache um Luke und dessen angeblich so ideals Versteck.

4 von 5 Sterne

 


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Nicole Sälzle
Nicole Sälzle schreibt seit 2005 für Stargate-Project.de und legte damit den Grundstein für ihre Zukunft. Ihre jahrelange Erfahrung im redaktionellen Umfeld nutzte sie als Sprungbrett - erfolgreich. Mittlerweile schreibt die studierte Übersetzerin und Dolmetscherin für namhafte Newssites im Bereich Film & Serien. Unter dem Titel "Der Verlorene Sektor" bringt sie ihre eigene Sci-Fi-Romanreihe raus.

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