Wie viel kosten Autogramme auf Conventions?

Conventions sind mittlerweile deutlich weiter verbreitet als noch vor ein paar Jahren, als ich begann, diese Events zu besuchen (2004!!!). Gerade das Rüberschwappen der Comic Cons nach Deutschland hat hierzu viel beigetragen. Dennoch reagieren viele Menschen, die nichts mit der Szene anfangen können, mit Entsetzen darauf, dass Autogramme Geld kosten. Die übliche Reaktion lautet: „Ich zahl doch nicht für Autogramme. Das wäre Service am Fan, wenn die das kostenlos machen.“

Wer sein Glück versuchen möchte, kann natürlich gerne mal an einen roten Teppich stehen oder auch eine Postanfrage stellen. Wie gesagt… „Glück“ 😀 Und auch das ist alles andere als günstig 😉

Fakt ist…

Autogramme kosten auf Conventions Geld. Conventions sind für die Stars schließlich nichts weiter sind, als ein weiterer Job (auch wenn es den meisten durchaus Spaß macht). Und für einen Job erhält man Geld. Die Gäste verlangen Gage und der Conventionveranstalter muss diese irgendwie aufbringen, plus Unterkunft, plus Anreise, plus Verpflegung, etc. Wer sollte diese Kosten denn tragen, wenn jeder Star kostenlos Autogramme verteilt? Und wie würde der Ansturm wohl erst aussehen, wenn nicht über den Preis selektiert würde?

Ja, ich weiß, durch die Preisaussage werden sich einige wieder auf den Schlips getreten fühlen, aber Conventions sind eben wie die meisten anderen Hobbys und letztlich alles im Leben: entweder man kann oder will es sich leisten, oder man lässt es bleiben / muss es bleiben lassen. Auf die seit rund drei Jahren teils völlig überzogenen Preise mancher Comic Cons können wir an anderer Stelle sprechen.

Autogrammpreise auf Conventions

Der Preis ist stark abhängig davon, wer das Autogramm schreibt und auf welcher Convention dieser Star zu Gast ist. Gerade in Deutschland variieren die Preise stark, weshalb keine pauschalisierte Aussage getroffen werden kann. 20 – 25 Euro gelten als der untere Durchschnittswert. Besuchte ich vor einigen Jahren britische Events galten 15 – 20 Pfund als guter Richtwert.

Dass diese Richtwerte mittlerweile beinahe für die Tonne sind, liegt auch daran, dass heutzutage ganz andere Gäste auf die Events eingeladen werden als noch vor einigen Jahren. Freute man sich vor fünf Jahren noch darüber, wenn der Hauptdarsteller einer beliebten Sci-Fi-Serie eingeladen wurde, müssen es heutzutage schon Namen wie schon die Hauptdarsteller der Marvel-Filme sein.

Was erhalte ich für mein Geld?

Immer wieder taucht die Frage auf, wie viele Unterschriften man für sein Geld erhält. Zugegeben kann ich diese Frage bis heute nicht nachvollziehen. Klipp und klar steht bei jedweder Convention ausgeschrieben, dass der Preis pro Autogramm zu verstehen ist. Man zahlt also pro Unterschrift.

Möchte ich ein Glossy Print unterschrieben haben, so entrichte ich dafür den angegebenen Preis, z.B. 25 Pfund. Möchte ich ein Glossy und ein DVD-Cover unterschrieben haben, entrichte ich dafür 2x 25 Pfund also 50 Pfund. Klingt eigentlich ganz einfach, oder?

Ob in dem Autogramm eine Widmung enthalten ist oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab.

Ja, es gibt Stars und Veranstalter, die lassen von Haus aus nur zu, dass man die Unterschrift erhält. Auch, dass man für zusätzliche Wörter oder Buchstaben extra in die Tasche greifen muss, kommt vor. Ein Zitat soll vielleicht auch noch drauf? Bei Sportlern werden häufig unterschiedliche Preise auf Glossys und auf Fanartikel fällig. Die Unterschrift ergänzt ein Sammelbild, auf dem bereits die anderen Abgelichteten unterschrieben haben? Die Sammler von Astronauten-Unterschriften können davon ein Liedchen singen.

In den meisten Fällen ist der Fall aber klar: Wünscht man sich eine Widmung, erhält man diese auch.

Viele Veranstalter schreiten in der Regel dann ein, wenn der Ansturm zu groß und die Zeit zu knapp ist. Es sollen schließlich so viele wie möglich die Gelegenheit erhalten, sich ihr Autogramm zu sichern. Auch bei Gästen älteren Semesters wird manchmal ein “Verbot” für Widmungen ausgesprochen, da es für sie zu anstrengend wäre, über Stunden hinweg zu signieren. Es hat also meist schon seinen Grund, weshalb Widmungen nicht gewährt werden und daran sollte man sich auch halten.